24 Milliarden Dollar-Klage gegen Credit Suisse in USA

A pigeon is seen near the offices of the Credit Suisse bank in Milan, Italy, Tuesday, Oct. 27, 2009.
A pigeon is seen near the offices of the Credit Suisse bank in Milan, Italy, Tuesday, Oct. 27, 2009. (c) AP (Antonio Calanni)
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Die Schweizer Großbank soll den Wert von finanzierten Luxusimmobilien künstlich hochgetrieben haben, um die Investoren in den Ruin zu treiben. Dadurch hätte sie die Anlagen billig übernehmen können.

Der Schweizer Großbank Credit Suisse steht in den USA eine Milliardenklage ins Haus. In einer beim Bundesbezirksgericht im US-Bundesstaat Idaho eingereichten 81-seitigen Klageschrift wird der Schweizer Bank vorgeworfen, zusammen mit der Immobilienfirma Cushman & Wakefield für reiche Investoren Freizeit-Anlagen finanziert zu haben.

Hohe Gebühren, billige Anlagen

Dabei seien hohe Schulden aufgelaufen, die der Bank "enorme" Gebühren eingebracht hätten. Die Kläger werfen der Bank vor, im Rahmen eines sogenannten "loan to own"-Schemas von Anfang an im Sinn gehabt zu haben, die Immobilien von zahlungsunfähig gewordenen Investoren günstig unter Marktwert übernehmen zu können. Das hätte so funkionieren sollen:

Credit Suisse un Cushman&Wakefield treiben den Buchwert der Ferienressorts künstlich in die Höhe. Die Investoren müssen dafür hohe Kredite aufnehmen und enorme Gebühren zahlen. Schlittern sie in die Pleite, gehen die Immobilien an die Credit Suisse, weil sie als Besicherung der Kredite belehnt waren. Die Bank verdient somit doppelt: Sie kassiert hohe Kreditgebühren und sichert sich günstige Luxusimmobilien. Credit Suisse in Zürich wollte sich am Montag nicht zu der Klage äußern.

Acht Milliarden Schaden

Die Kläger machten acht Milliarden Dollar als direkten Schaden geltend, zusätzlich beantragten sie, Credit Suisse zu weiteren 16 Milliarden Dollar (11,12 Mrd. Euro) Straf-Schadenersatz zu verurteilen. Ferner wollen sie die Zulassung einer Sammelklage erreichen, der sich alle betroffenen Investoren anschließen können.

(Ag./Red)

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