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Studie: Lehrausbildung bringt Betrieben mehr Geld als sie kostet

Studie über Lehrlinge(c) Clemens Fabry
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Derzeit stehen laut AK rund 23.000 lehrstellensuchenden Jugendlichen 5.400 offene Lehrstellen gegenüber.

Betriebe, die Lehrlinge ausbilden, machen damit nach Ende der Lehrzeit im Schnitt 1.200 Euro Gewinn pro Lehrling, beweist eine Studie des Österreichischen Instituts für Berufsbildungsforschung und des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft.

AK Präsident Rudi Kaske wundert sich daher, dass die Wirtschaft über Fachkräftemangel klage, aber selbst nicht ausbilde. Laut AK-Schätzung haben derzeit rund 23.000 Jugendliche trotz Suche keine Lehrstelle in einem Betrieb. Dem stehen 5.400 offene Lehrstellen gegenüber.

Ein Mitgrund, warum Betriebe nicht mehr Ausbildungsplätze schaffen, ist das fehlende Ausbildungsniveau mancher Schulabgänger. Die Bewerber für eine Lehrstelle sollen lesen, schreiben und rechnen können - das sei nicht immer gegeben, konstatierte die Wirtschaftskammer gegen der „Presse“. Auch die Belastbarkeit der Lehrlinge ist nicht immer wie gewünscht gegeben. Immerhin bewerten 50 Prozent der befragten Unternehmen aus der Tourismusbranche die Belastbarkeit der Jugendlichen als eher oder sehr schlecht.

Einarbeitungskosten einsparen

Im Schnitt kostet ein Lehrling einen Betrieb über die gesamte Ausbildungszeit rund 14.300 Euro, ergibt die Studie (gerechnet auf dreieinhalb Jahre). Davon muss zunächst die Lehrstellenförderung von durchschnittlich rund 5100 Euro pro Lehrling abgezogen werden – die Kosten sinken dadurch auf rund 9200 Euro. Übernimmt eine Firma ausgebildete Lehrlinge, spart sie sich schließlich rund 10.400 Euro Rekrutierungskosten je Fachkraft, die sie nicht zusätzlich einstellen muss. Das ergibt unterm Strich rund 1200 Euro Gewinn pro eigenem Lehrling.

Laut Studie entstehen die Rekrutierungskosten im Wesentlichen dadurch, dass eine neu eingestellte Fachkraft erst eingearbeitet werden müsse. Bei LehrabsolventInnen im eigenen Betrieb fällt das Einarbeiten logischerweise weg.

>>> Hier die vollständige Studie

(red.)