In Österreich hat das Tief "Daisy" am Samstag nicht zu dem befürchteten Schneechaos geführt. Eher sorgten Verwehungen und Wind für Ungemach. In Salzburg füllten sich wegen Glatteis die Spitäler.
Angesagte Revolutionen finden ja meist nicht statt. Und so hat sich das Tief „Daisy“ weniger katastrophal ausgewirkt, als manche Vorhersagen „weiß“machen wollten. Das befürchtete Schneechaos blieb weitgehend aus, eher sorgten Verwehungen und stürmische Windböen für Ungemach.
An der französisch-deutschen Grenze hingen hunderte Lastwagen fest, auf etlichen europäischen Flughäfen kam es am Freitagabend und am Samstag zu Flugabsagen und Verspätungen. Auf dem Flughafen Wien-Schwechat gab es keine wetterbedingten Behinderungen.
Wegen heftiger Schneefälle gab es aber am Samstag im Osten Tschechiens erhebliche Verkehrsprobleme. Eine Lawine verschüttete im russischen Nordkaukasus zunächst zehn Bergsteiger – vier Männer konnten sich selbst befreien, ein Bergsteiger wurde tot geborgen, nach fünf Menschen wurde zunächst noch gesucht.
Viele Verletzte nach Glatteis
Nieselregen und Temperaturen um die null Grad sorgten am Samstagmorgen in der Stadt Salzburg sowie im Flach- und Tennengau für eisglatte Straßen und Gehwege. Allein in der Stadt Salzburg mussten am Vormittag 30 Personen, die auf dem Glatteis gestürzt waren, in das Unfall- und das Landeskrankenhaus gebracht werden. „In der Unfallchirurgie herrscht Hochbetrieb“, sagte Krankenhaussprecherin Mick Weinberger.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.01.2010)