Wetterkapriolen in den USA. In Florida sind die Temperaturen teils am tiefsten Stand seit hundert Jahren. In North Dakota wurden minus 55 Grad gemessen.
In Florida zittern die Menschen unter einer Jahrhundert-Kälte: Teilweise seien die Temperaturen auf den tiefsten Stand seit mehr als hundert Jahren gefallen, teilten die Wetterbehörden des Bundesstaates im Süden der USA am Samstag mit. Nach Angaben des Fernsehsenders CNN starben seit Beginn des Kälteeinbruchs vor einer Woche mindestens neun Menschen.
Eigentlich gilt Florida wegen seines warmen Klimas als der "Sunshine State" der USA, doch derzeit ist es nur ungewöhnlich kalt. So wurden auf Key West minus 8,3 Grad gemessen, so kalt war es auf der Insel ganz im Süden den Behörden zufolge seit 112 Jahren nicht. Es schneite dicke Flocken.
Die kältesten Werte wurden am Mittag (Ortszeit) in Bismarck im Bundesstaat North Dakota gemessen: Dort war es bei minus 55 Grad Celsius schneidend kalt. Das frostige Wetter mit Schnee und eisigen Windböen hält in vielen Landesteilen bereits seit Tagen an und hat zu mehreren Toten geführt. Einige Menschen erfroren, wie etwa im Bundesstaat Tennessee, in ihren ungeheizten vier Wänden. Selbst in Südstaaten wie Alabama sind Obdachlosenheime nach Angaben von Behördensprechern "zum Bersten voll".
(Ag.)