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Van der Bellen im Vatikan: Brot aus dem Kaunertal für den Papst

Drei Brotlaibe aus Tirol als Gastgeschenk
Drei Brotlaibe aus Tirol als Gastgeschenkimago/Independent Photo Agency I
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Bundespräsident Alexander Van der Bellen brachte Papst Franziskus ein besonderes Gastgeschenk mit in den Vatikan.

Dass Alexander Van der Bellen stolz ist auf seine Jugendjahre im Tiroler Kaunertal, ist spätestens seit dem Wahlkampf im Vorjahr bekannt. Als Gastgeschenk für Papst Franziskus hat sich der Bundespräsident am Donnerstag darum etwas Besonderes einfallen lassen: Er brachte zur Audienz im Vatikan drei Brotlaibe aus Tirol mit - womöglich in Anlehnung an die Bergpredigt.

Der Papst empfing seinen Gast mit rudimentären Deutschkenntnissen.  "Grüß Gott", sagte der argentinische Papst zu Beginn der Audienz in seiner Privatbibliothek. "Ich spreche leider nur schlecht Deutsch und brauche einen Dolmetscher", entschuldigte sich Franziskus, der als junger Mann ein Jahr in Deutschland studiert hatte, zu Beginn des Gespräches.

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Bundespräsident Alexander van der Bellen und Ehefrau Doris Schmidauer mit Papst Franziskus
Bundespräsident Alexander van der Bellen und Ehefrau Doris Schmidauer mit Papst FranziskusAPA/HBF/PETER LECHNER

Der Pontifex und der Agnostiker

Der Pontifex und der bekennende Agnostiker Van der Bellen, der früher der evangelischen Kirche angehört hatte, sprachen unter anderem über die Themen Migration, Flüchtlinge, Umwelt, Klimawandel und Europa. Van der Bellen hatte sich bereits zuvor das soziale und umweltpolitische Engagement des Kirchenoberhaupts gewürdigt. In Vorbereitung auf den Staatsbesuch hat sich der Bundespräsident mit den Schriften des Papstes beschäftigt. Er schätze die Positionen des Papstes in diesen Fragen sehr, sagte er vor dem Treffen.

Van der Bellen, der zu Beginn der Woche an einer leichten Grippe laboriert, wird die Vatikan-Visite abkürzen. Statt ursprünglich erst am Freitag wird er nun bereits am Donnerstagabend nach Wien zurückfliegen. Der Besuch des Petersdoms sowie der Sixtinischen Kapelle entfällt. Innenpolitische Termine würden ihn zurückrufen, hieß aus seinem Stab. Wie "Die Presse" berichtete, werde er eine etwaige Angelobung des Wiener Vizebürgermeisters Johann Gudenus und des EU-Abgeordneten Harald Vilimsky als FPÖ-Minister ablehnen. Dies hatte er bei einem Mittagessen mit EU-Botschaftern im Wiener Hotel Imperial angekündigt. Er werde die besetzung der Schlüsselministerien Inneres, Äußeres, Finanzen und Justiz mit Argusaugen verfolgen.

(APA)