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Warum in den roten ÖBB das große Zittern ausgebrochen ist

ÖBB-Aufsichtsratspräsidentin Brigitte EdererAPA/HANS KLAUS TECHT
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In den ÖBB werden noch rasch Posten besetzt. Doch die neue Regierung wird sich vom Umfärben nicht abhalten lassen. Ganz oben auf der Liste: ÖBB-Präsidentin Brigitte Ederer.

Es begab sich im vergangenen Juli. Da verabschiedete SPÖ-Sozialminister Alois Stöger seinen langjährigen Büroleiter: Fabian Fußeis werde, so lautete die Botschaft, „in die Privatwirtschaft“ wechseln. Was so halt nicht ganz richtig war: Ja, Fußeis hat das Ministerium verlassen. Doch nein, er ging nicht in die Privatwirtschaft, sondern in eine durch und durch staatliche Tochtergesellschaft der ebenfalls lupenrein staatlichen ÖBB. Er wurde Geschäftsführer der ÖBB-Reinigungs- und Sicherheitsfirma Mungos. Und er hat damit – so wie Stöger – einen guten Riecher bewiesen. Nämlich dafür, dass die SPÖ in Bälde im politischen Ausgedinge landen würde. Und dass sich damit das Zeitfenster, in dem sich neue Jobmöglichkeiten ergeben, schön langsam schließt. Mit der „Aktion Fußeis“ wurden also noch rasch Fakten geschafft. Was schon damals von ÖVP und FPÖ als reine Provokation erachtet wurde. Eine Provokation, die nicht die letzte sein sollte. Mit einer entsprechenden Antwort ist, so wird der „Presse“ versichert, nach der Regierungsbildung zu rechnen.

Denn Ende Oktober haben die ÖBB zwei weitere Posten ausgeschrieben: Gesucht wird ein Geschäftsführer für den Bereich Technische Services. Außerdem muss ein neuer, dritter Vorstand für die Personenverkehrs AG her. Dort soll das ÖBB-„Urgestein“ Siegfried Stumpf ersetzt werden, er wird nächstes Jahr 61 Jahre alt. Allerdings geht er erst Ende 2018 in Pension. Die Suche nach einem Nachfolger findet also ganz schön früh statt, erstaunlich früh. Doch ÖBB-Kommunikationschef Sven Pusswald betont: „Vertrags- und Wechselfristen machen eine langfristige Vorbereitung notwendig. Alle Ausschreibungen sind öffentlich erfolgt und werden von renommierten Personalberatern begleitet.“