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Uma Thurman bricht ihr Schweigen über Harvey Weinstein

Jan 1 2011 07 October 2003 New York Uma Thurman attends the New York Premiere of a Quentin T
Uma Thurman war Hauptdarstellerin in "Kill Bill", der - wie viele Filme von Regisseur Quentin Tarantino - über Harvey Weinsteins Filmfirma Miramax abgewickelt wurde. Hier posiert sie 2003 bei der "Kill Bill"-Premiere in New York City.(c) imago/ZUMA Press (imago stock&people)
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Die US-Schauspielerin Uma Thurman äußerte sich erstmals direkt zur Missbrauchs- und Vergewaltigungsaffäre um den Hollywood-Filmproduzenten Harvey Weinstein.

"Ich bin heute dankbar dafür, dass ich am Leben bin, und dankbar für alle, die die Courage haben, für andere einzustehen": Mit diesen Worten begann US-Filmstar Uma Thurman einen Instagram-Post zum amerikanischen Thanksgiving-Fest, in dem sie sich auch erstmals direkt zu Harvey Weinstein äußern sollte. Der US-amerikanische Filmproduzent wird von dutzenden Frauen des sexuellen Missbrauchs oder der Vergewaltigung bezichtigt.

Thurman, die vor allem durch die Filme Quentin Tarantinos in den früher 2000er-Jahren bekannt geworden war, dürfte dadurch ein enges Arbeitsverhältnis mit Weinstein gehabt haben: Dessen Filmfirma Miramax war für den Filmvertrieb der "Kill Bill"-Reihe verantwortlich, in der Thurman die Hauptrolle spielte. Kollegin Daryl Hannah, die in "Kill Bill" Thurmans Kontrahentin spielte, bezichtigte Weinstein der sexuellen Belästigung während der Werbetour für einen "Kill Bill"-Film. Sie habe sich damals an Regisseur Tarantino gewandt - der seinerseits offenbar einen guten Draht zu Weinstein hatte -, doch der habe nichts unternommen.

"Ich warte darauf, weniger wütend zu sein"

Tarantino entschuldigte sich im vergangenen Monat dafür, nichts gegen die sexuellen Übergriffe Weinsteins unternommen zu haben. Er habe von mehreren Vorfällen gewusst, schon seine Freundin Mira Sorvino, ebenfalls Schauspielerin, hätte ihm 1995 von Weinsteins Handlungen erzählt. Sorvino hat Weinstein mittlerweile öffentlich angeprangert.

Seitdem Hannah mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen war, wartete man auf eine Aussage Thurmans zur Angelegenheit. Auf einer Veranstaltung wurde sie schließlich vom Branchenportal "Access Hollywood" zu Weinstein und der "Me Too"-Debatte befragt, doch Thurman hielt sich damals bedeckt: "Ich habe gelernt, dass ich es meistens bereue, wenn ich etwas sage, wenn ich wütend bin. Ich warte darauf, weniger wütend zu sein. Wenn ich soweit bin, werde ich etwas sagen."

Thurman verspricht weitere Informationen

Dieser Moment scheint nun gekommen zu sein. In ihrem Instagram-Post ging Thurman auf das Interview mit "Access Hollywood" ein: "Ich habe vor kurzem gesagt, ich sei wütend, und ich habe ein paar Gründe dafür, #MeToo, für den Fall, dass man das nicht aus meinem Gesicht ablesen konnte", schrieb Thurman, und weiter: "Es ist wichtig, dass man sich Zeit lässt, fair ist, genau ist, also... Frohes Thanksgiving an alle! (Außer an dich, Harvey, und an all deine gefährlichen Mitverschwörer - ich bin froh, dass alles so langsam geht - du verdienst keine schnelle Kugel) - bleibt dran".

Thurman scheint also zum Rundumschlag ausholen zu wollen - wenn auch auf eine überlegte, gezielte Art; fast so, wie man sie in "Kill Bill" erleben konnte.

(epos)