Der Anstieg der Kryptowährung Bitcoin scheint keine Grenzen zu kennen. Am Montag stieg sie auf mehr als 9700 Dollar.
Die Kryptowährung Bitcoin kennt wieder mal kein Halten. Am Montag stiegt Bitcoin auf 9700 Dollar und ist damit nicht mehr weit von der psychologisch bedeutsamen Marke von 10000 Dollar entfernt. Damit stellt die Kryptowährung alle herkömmlichen Assets locker in den Schatten und verzeichnet ein Jahresplus von mehr als 990 Prozent. Alleine in den vergangenen drei Tagen ist der Preis für ein Bitcoin nochmal um 20 Prozent gestiegen.
Viele Beobachter warnen angesichts dieser unglaublichen Entwicklung aber seit langem vor einer gefährlichen Spekulationsblase. Bitcoin hat in seiner noch jungen Geschichte mehrere derartige Blasen erlebt, die Marke von knapp 10000 Dollar wurde bisher aber nie erreicht.
Anders als bei früheren Schüben sehen die meisten Marktbeobachter derzeit auch keinen triftigen Grund für das spektakuläre Marktgeschehen. Die beste Erklärung aktuell dürfte in der steigenden Bekanntheit von Bitcoin liegen. Nicht nur Millionen von Kleinanlegern sondern auch immer mehr instututionelle Anleger, reiche Privatbankkunden und Banken interessieren sich für das Thema. An der US-Börse CME sollen bald Bitcoin-Futures gehandelt werden.
Die Kryptowährung kommt ohne das herkömmliche System von Banken und Zentralbanken aus. Die Bezeichnung "Währung" ist allerdings irreführend. Theoretisch könnte Bitcoin zwar zum Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Aber angesichts des spektakulären Kursfeuerwerks und der ebenfalls steigenden Gefahr eines Crashs, kann man Bitcoin und andere Kryptoassets (von denen es mehr als 1000 gibt) eher als Spekulationsobjekte betrachten.