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Platter: Bund soll Berufsschutz für Arbeitslose überdenken

Tirols Landeshauptmann Günther Platter: Bund soll Berufsschutz für Arbeitslose überdenken
(c) APA (Silke Ramcher)
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Es gebe einen Prozentsatz, der es "sich gemütlich macht", sagt Günter Platter. Tirols Landeshauptmann erachtet eine "Neuregelung" des Berufsschutzes für Arbeitslose als "sinnvoll".

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Mittwoch vom Bund gefordert, den geltenden Berufsschutz für Arbeitslose neu zu überdenken. Wie überall gebe es auch in diesem Bereich einen "Missbrauch" und einen gewissen Prozentsatz, der es "sich gemütlich macht", sagte Platter anlässlich der Klausur des ÖVP-Landesparteivorstandes in Telfs (Bezirk Innsbruck-Land). Angesichts vieler freier Stellen bei gleichzeitig hohen Arbeitslosenzahlen sei eine Neuregelung "mit Sicherheit" sinnvoll.

"Wir haben in Tirol aktuell 19.124 Arbeitslose", sagte Platter. Gleichzeitig seien rund 3000 Stellen und 500 Lehrstellen frei. Vor diesem Hintergrund sei es unumgänglich, zumindest befristet den Berufsschutz aufzuheben, um die Menschen wieder in den Arbeitsprozess zu bekommen. In diesem Bereich sollte der Bund laut Platter eine "schärfere Vorgehensweise" an den Tag legen. "Fürs Nichtstun sollte man jedenfalls kein Geld bekommen. Das können wir uns nicht leisten", argumentierte er.

Auch im Jahr 2010 hätten die Themen "Wirtschaft und Arbeit" für die Tiroler Volkspartei "absolute Priorität". Über zehn Mio. Euro werde das Land für arbeitspolitische Maßnahmen in die Hand nehmen. Unter anderem sollen Sanierungsoffensive, Landesarbeitsstiftung, Jugend- und Technologieoffensive prolongiert werden. Letztere soll um eine Initiative für Kinder, Jugendliche und Frauen sowie um eine Technologieplattform erweitert werden.

(APA)