Wo in Österreich Grenzwerte überschritten werden

Der Jahresbericht des österreichischen Umweltbundesamtes hat Grenzwert-Überschreitungen an zahlreichen Autobahnen und in Großstädten gemessen.

Auch in Österreich werden in einigen Städten und auf einigen Autobahnen Grenzwerte überschritten. "Hauptverursacher der Grenzwertüberschreitungen sind Diesel-Kfz", schreibt das Umweltbundesamt in seinem Bericht über das Jahr 2016. Es beruft sich auf 145 Messstellen, die den Vollzug des Immisionsschutzgesetzes (IG-L) kontrollieren.

Überschreitungen der Summe aus Grenzwert und Toleranzmarge für Stickstoffdioxid (35 Mikrogramm je Kubikmeter als Jahresmittelwert) wurden demnach 2016 an 17 IG-L-Messstellen festgestellt. Der Grenzwert von 30 Mikrogramm als Jahresmittelwert wurde an 25 Messtellen überschritten. Die höchsten Jahresmittelwerte wurden an den Messstellen Vomp A12 (54 Mikrogramm), Hallein A10 (48), Wien Hietzinger Kai (47) sowie Salzburg Rudolfsplatz und Linz Römerberg (je 46 Mikrogramm) registriert.

Verkehrsbelastete Straßen

Zitat aus dem Jahresbericht: "Betroffen von Grenzwertüberschreitungen gemäß IG-L sind vor allem verkehrsbelastete Straßen im dicht verbauten Stadtgebiet der Großstädte Wien, Linz, Salzburg, Graz und Innsbruck, aber auch in kleineren Städten wie St. Pölten, Hallein, Lienz und Feldkirch sowie Gebiete entlang von Autobahnen".

Grundsätzlich sei davon auszugehen, dass die Grenzwerte auch in anderen Städten an verkehrsbelasteten Standorten sowie an anderen Autobahnen überschritten werden. Doch es gebe nicht überall Messstellen.

Laut dem Wochenmagazin "Trend" wären von einem Fahrverbot in Österreich mehr als eine Million Dieselfahrzeuge betroffen, die maximal die Euro 4-Norm erreichen.