Der Name des L-förmigen Turms neben dem Linzer Hauptbahnhof wurde zum Synonym für dubiose Machenschaften. Doch was steckt eigentlich im Terminal Tower? Und wer darf rein? Ein Rundgang. Von Hellin Jankowski.
Unübersehbar ragt er gen Himmel. Die Wetterlage spiegelt sich in der gläsernen Fassade. 98,5 Meter über dem Boden endet Österreichs höchster Wolkenkratzer außerhalb Wiens, der Terminal Tower. Doch für seine Höhe ist „das L“, wie ihn ein Passant nennt, nicht bekannt. Nicht dafür, auf einer Grundstücksfläche von 5730 Quadratmetern die Arbeitsplätze von rund 1200 Mitarbeitern zu beherbergen, geschweige denn für die ihm zugrunde liegenden 122 Tiefgaragenplätze. Auch weiß kaum jemand (Oberösterreichs Hauptstadtbewohner teilweise ausgenommen), was sich darin befindet.
Fragt man am Linzer Hauptbahnhof, neben dem das L-förmige Konstrukt (der niedrigere Teil umfasst fünf Stockwerke, der höhere 24) steht, nach dem „Turminhalt“, wird dies oft mit hochgezogenen Schultern quittiert. Einige nennen zumindest eine der Dienststellen, die in dem Gebäude angesiedelt sind. Wieder andere verweisen mit gesenkter Stimme auf „die angebliche Korruptionssache“, deretwegen der Terminal Tower Negativschlagzeilen gemacht hat.