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Rapids neue "Gelassenheit auf dem Platz"

(c) APA/HERBERT NEUBAUER (HERBERT NEUBAUER)

Rapid muss beim WAC auf ungeliebtem Boden in die Erfolgsspur zurückfinden, doch nur ein Sieg aus elf Auftritten im Lavanttal stimmen nachdenklich. Goran Djuricin forderte dennoch drei Punkte.

Ausgerechnet in einer Phase des Misserfolgs steht für Rapid das vielleicht unliebsamste Auswärtsspiel der Halbsaison auf dem Programm. Die Hütteldorfer gastieren am Samstag zum Auftakt der 17. Fußball-Bundesliga-Runde in der Lavanttal-Arena, wo es gegen den WAC in bisher elf Pflichtspielen nur zu einem Sieg reichte. Rapid-Trainer Goran Djuricin weiß, was seine Mannschaft erwartet: "Auch wenn es ihnen momentan sportlich nicht so gut geht - beim WAC in Wolfsberg ist es nie einfach, zu bestehen."

Der Wiener sieht den Auftritt in Kärnten aber auch als Chance, die jüngsten Heimniederlagen gegen Salzburg und Altach vergessen zu machen. "Wir steigen mit einem positiven Gefühl in den Mannschaftsbus, denn auch am Mittwoch haben wir mit Altach einen tief stehenden Gegner gehabt und uns acht Möglichkeiten herausgespielt. Wir wissen also, wie wir zum Erfolg kommen können, müssen das aber nun auch auf den Platz bringen und endlich effizienter werden."

Im Zusammenhang mit den zuletzt fahrlässig vergebenen Chancen forderte Djuricin "eine gewisse Gelassenheit auf dem Platz. Wir haben viele kreative Spieler, die sich vielleicht manchmal zu sehr selbst unter Druck setzen und mit sich hadern. Das müssen sie abstellen, ihren Mann stehen und so wieder losgelöster agieren", erklärte der Rapid-Coach.

Durch die jüngsten Rückschläge wuchs der Rückstand des Tabellendritten auf den Zweiten Sturm Graz und den Ersten Red Bull Salzburg auf neun bzw. elf Zähler an. "Wir wollen unbedingt drei Punkte mitnehmen, damit der Abstand zur Spitze nicht zu groß wird", sagte Djuricin. Der 43-Jährige muss einige Profis vorgeben. Neben den Langzeitverletzten fallen die gesperrten Thanos Petsos und Boli Bolingoli aus, zudem sind Philipp Schobesberger, Dejan Ljubicic und Veton Berisha fraglich.

"Null Sinn, auf die Tabelle zu schauen"

Auch WAC-Coach Heimo Pfeifenberger hat vier Ausfälle zu beklagen und noch dazu mit einer deutlich längeren Misserfolgsserie zu kämpfen: Seit elf Runden warten die Wolfsberger schon auf einen Sieg, der Vorsprung des Tabellenachten auf Schlusslicht SKN St. Pölten schmolz auf sieben Punkte. Dennoch zeigte sich Pfeifenberger gelassen. "Es hat null Sinn, jetzt auf die Tabelle zu schauen. Wichtig ist es, Punkte zu sammeln, dann werden wir am Ende eine positive Bilanz haben."

Die aktuelle Situation sei "eine große Herausforderung für uns alle", gab Pfeifenberger zu. "Das große Erfolgserlebnis hatten wir zuletzt wenig, aber darauf arbeiten wir hin. Wir müssen zurück zu den Basics. Jeder muss an seine Stärken glauben und mit Überzeugung rausgehen", forderte der Salzburger.

Dabei helfen könnte ein Blick auf die Heimbilanz gegen Rapid, obwohl Pfeifenberger an Zahlenspielereien kein großes Interesse hat. "Natürlich ist die Heimstatistik gegen Rapid auffällig. Ich weiß auch nicht, warum das so ist. Aber ich halte generell von Statistiken wenig", betonte der WAC-Coach.