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Dossier

„Schüler, die wissen, was in ihnen steckt“

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Schule. Rund 100 Schulen in der Steiermark unterrichten Glück. Was hat es damit auf sich?

Es wird gekichert und gelacht und gedrängelt in der 2a des Pestalozzi-Gymnasiums in Graz: Filzstift in der Hand, will jeder und jede noch schnell etwas schreiben. Als nach einigen Minuten wieder alle im Sesselkreis sitzen, liest Nico (11) vor, was auf dem Zettel steht, der vorher auf seinem Rücken klebte und der mit „Meine Stärken“ betitelt ist: „Nett und klug“, hat Adile hingeschrieben. „Du bist ein guter Freund“, steht da außerdem noch. „Supi-dupi Fußballer“, „Modebewusst!“ und „Witzig“.

„Man merkt, dass die Schüler nach einem Jahr solcher Übungen extrem gern gegenseitig positives Feedback geben“, sagt die Lehrerin Renate Duschnig. Sie hat die Klasse über das ganze letzte Schuljahr in einem Schulfach unterrichtet, das für manche zunächst etwas kurios klingt: Glück. Oder, wie es zwischen Deutsch, Mathe und Biologie im Stundenplan aller ersten Klassen steht: „Soziales Lernen mit Schwerpunkt Glück“.