In der finsteren Jahreszeit produziert der Körper weniger Vitamin D. Das brauchen aber Knochen, Organe und Immunsystem dringend.
Wenn das Licht an den kurzen Tagen immer weniger wird, macht das manche müde, anderen schlägt es auf das Gemüt. Denn dann verändert sich der Schlaf-Wach-Rhythmus, außerdem produziert der Körper weniger Botenstoffe, durch die Menschen froh sind. Ganz entscheidend beteiligt sind Sonnenstrahlen aber auch an der Produktion von Vitamin D. Der Körper braucht das Vitamin, das eigentlich eine Vorstufe eines Hormons ist, für den Knochenaufbau und andere wichtige Funktionen.
„Vitamin D hat einen eigenen Rezeptor, über den es in der Zelle andockt. Über diesen reguliert es etwa den Muskel- und Skelettstoffwechsel“, erklärt Karin Amrein von der Med-Uni Graz. Ein extremer Mangel äußert sich bei Kindern etwa als Rachitis: Die Beine sind verkrümmt, die Patienten leiden außerdem häufig an Infektionen und Herzproblemen. Bei Erwachsenen heißt die schmerzhafte Knochenerweichung Osteomalazie, die Knochen brechen dann auch leichter.