UniCredit-Chef: "Werden nach Krise erwachsener sein"

Alessandro Profumo
Alessandro Profumo(c) AP (Uwe Lein)
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UniCredit-Chef Alessandro Profumo vergleicht die Finanzkrise mit einem Tornado. Dieser sei aber nicht nur von Banken ausgelöst worden. Er ist überzeugt, dass sich die Welt und die Banken geändert haben.

Der Konzernchef der italienischen Großbank und Bank-Austria-Mutter UniCredit, Alessandro Profumo, ist der Ansicht, dass die Rezession zu Ende ist. Man dürfe sich jedoch keinem übertriebenem Optimismus hingeben. "Eine Krise ist immer eine Wachstumsgelegenheit. Aus dieser Krise werden wir mitgenommen, aber erwachsener hervorgehen. Wir werden anders arbeiten können", erklärte Profumo bei der Vorstellung eines Projekts zur Unterstützung von Klein- und Mittelunternehmen am Freitag in Mailand.

"Die 2007 begonnene Krise war sehr hart, ein Tornado, würde ich sagen. Im Gegensatz zu anderen Krisen ist es diesmal zu einem Zusammenbruch des Welthandels gekommen. Heute gibt es jedoch Signale der Besserung. Ich glaube nicht, dass die Krise nur von den Banken ausgelöst worden ist. Jedenfalls haben die Banken die Chance gehabt, sich zu ändern und zu wachsen. Heute ist die Welt anders. Wir müssen weiterhin wachsen und uns ändern. Wenn wir somit alle größer werden, wird die Krise nicht sinnlos gewesen sein", erklärte Profumo.

"2010 wird nur ein Jahr des gemäßigten Wachstums für den Euro-Raum sein", hieß es in einem am Freitag vorgestellten Jahresbericht der UniCredit-Analysten. Der leichte Aufschwung, der in Europa zu spüren ist, sei hauptsächlich den Ausfuhren sowie Anti-Krisen-Maßnahmen zu verdanken. "Die Signale endogenen Wachstums sind noch gering und die Investitionen schwach", hieß es im Bericht.

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