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Glosse

Mit 25 schon am Ende?

Die Presse (Clemens Fabry)
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"Merry Christmas", stand in der ersten Kurzmitteilung, die vor genau 25 Jahren per SMS verschickt wurde. Große Partystimmung will trotz des runden Geburtstags nicht aufkommen.

Online-Messaging-Dienste wie Facebooks WhatsApp oder Threema haben SMS zumindest bei den Jüngeren abgelöst. 2012 verschickten die Österreicher 1,93 Milliarden SMS. Drei Jahre später 857 Millionen. Tendenz stark fallend.

Trotzdem werden SMS nicht einfach verschwinden. Dafür sorgen Großbanken, Fluggesellschaften und Konzerne. Sie nutzen die Technologie immer öfter, um mobile Bordkarten, Tan-Codes oder Paketbenachrichtigungen zu versenden. Der große Vorteil: Anders als bei WhatsApp und Co. funktionieren SMS auf allen Handys weltweit und erreichen die Kunden auch ohne deren explizite Erlaubnis.

Es sieht also ganz gut aus, dass SMS noch eine zweite, weniger glamouröse, Lebenshälfte vor sich haben. Auch privat könnte man der guten, alten Textnachricht wieder eine Chance geben. Ankommen wird das SMS, auch wenn das Internet wieder einmal tot ist. Und das beste: Bei diesen Nachrichten kann Facebook wirklich nicht mitlesen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.12.2017)