Die Untertanen des Sultans von Brunei müssen einige ihrer Kreditkarten abgeben. Denn künftig darf jeder Einwohner nur noch bei der eigenen Hausbank Karten halten. So soll deren private Verschuldung reduziert werden.
In Brunei ist es durchaus üblich, Raten für private Kredite mit der privaten Kreditkarte zu begleichen. So türmten die rund 390.000 Einwohner des Sultanats an die 3,65 Milliarden US-Dollar Schulden an. Das entspricht rein mathematisch einer Verschuldung von fast 9400 Dollar pro Kopf. Das BIP pro Kopf betrug rund 18.000 Dollar (Daten aus dem Jahr 2006).
Um den Schuldenberg seiner Untertanen zu reduzieren, hat der Sultan von Brunei, Hassan al-Bolkiah, eine neue Richtlinie für Finanzinstitute erlassen, wie die "Brunei Times" berichtet: Künftig dürfen die Einwohner nur noch bei jener Bank Kreditkarten halten, wo sie auch ihr Gehaltskonto haben. Der Kreditrahmen soll sich dann nach dem jeweiligen Einkommen richten.
Brunei lebt in erster Linie von seinen reichen Öl- und Gasvorkommen.
(ebl)