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Die Vision des Paters

Zum Abschluss erhielt der langjährige, lange fällige Umbau von Basilika und Geistlichem Haus in Mariazell durch Feyferlik/Fritzer einen würdigen Preis. Die Kirche erneuert damit ihren Ruf als Ermöglicherin von Baukultur.

Bauherrenpreise würdigen ein in hoher Qualität gelungenes Bauvorhaben und seine Auftraggeber unter dem Aspekt, dass es zwischen den Beteiligten, vor allem zwischen Bauherren und Architekten, ein gutes Einvernehmen gab. Der Zeitfaktor, die Dauer des Planungs- und Bauprozesses, spielt für die Verleihung des Preises in der Regel kaum eine Rolle, und doch scheinen Zeit und Kontinuität, die man dem Werden von Bauprojekten gewährt, wesentlich zu sein für ihr Gelingen. Tatsächlich machen es Wettbewerbs- und Vergaberichtlinien für öffentliche Bauten heute fast unmöglich, große Bauvorhaben, die in zeitlicher Distanzund einzelnen Bauabschnitten erfolgen müssen, „aus einer Hand“ und damit „in einem Guss“ umsetzen zu lassen.

Einer der heurigen Bauherrenpreise wurde für die Erneuerung der Basilika Mariazell und des ihr zugeordneten Geistlichen Hauses vergeben – ein Umbau, der ein Vierteljahrhundert in Anspruch nahm. So lange Zeit mit einem Bauherrn an einem Projekt arbeiten zu können sei ein Geschenk im Arbeitsleben eines Architekten, stellten Wolfgang Feyferlik und Susanne Fritzer, die mit ihrem Grazer Büro alle Baumaßnahmen planten, fest. Nun, der Vorteil und Gewinn von gelingender kontinuierlicher Zusammenarbeit liegen, betrachtet man das jetzt abgeschlossene Gesamtwerk, auch aufseiten des Bauherrn. In Mariazell war dies der Superior Pater Karl Schauer, der, wie sich die Architekten erinnern, stets eine Vision für das Gesamtprojekt verfolgt habe.