Tausende Japaner und Südkoreaner kündigen Jobs für Bitcoin

Ein japanischer Bitcoinhändler posiert mit seinem Smartphone.
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In Asien nimmt der Hype um die Kryptowährungen manische Züge an. Seoul will Gewinne mit Kryptowährungen nun besteuern und der Jugend den Handel verbieten.

Wer denkt, der Bitcoin-Hype, der Österreich gerade erreicht, könnte nicht übertroffen werden, hat sich gründlich getäuscht. Verglichen mit Ländern wie Südkorea oder Japan, sind die Österreicher auch beim Thema Digitalwährungen ihrem konservativem Image treu geblieben. Denn während der Krypto-Boom hierzulande erst zur beliebtesten Büro-Spielerei avanciert, haben tausende  Japaner und Südkoreaner längst ihren Job an den Nagel gehängt, um nur noch mit Bitcoin und Co. zu handeln. 

In Südkorea ist die Manie mittlerweile so groß, dass die Regierung ernsthaft besorgt ist, die Kryptowährungen könnten die Jugend des Landes verderben. Das Land, das knapp zwei Prozent des weltweiten BIP erwirtschaftet, steht immerhin für ein knappes Fünftel des weltweiten Bitcoin-Marktes. Der Preis für ein Bitcoin, die populärste Digitalwährung, stieg zuletzt auf über 17.000 Dollar. Nicht in Südkorea. Hier ist die Nachfrage so groß, dass Bitcoin um 16 Prozent mehr kostet als anderswo auf der Welt.

Steuer auf Gewinne mit Bitcoin

Die Regierung müht sich, eine Überhitzung des Marktes zu verhindern, Im September verbot das Land virtuelle Börsegänge auf Basis von Kryptowährungen, sogenannte Initial Coin Offerings (ICOs).

Nach einer Krisensitzung am Mittwoch will Südkorea einen Schritt weiter gehen: Angesichts der enormen Kurszuwächse bei Kryptowährungen überlegt das Land, eine Steuer auf erzielte Kapitalgewinne aus dem Handel mit den Digitalwährungen einzuführen. Minderjährigen soll es zudem verboten werden, Konten bei Börsen für Internetwährungen einzurichten.