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Doskozil übergibt sein Amt als einziger mit Festakt

Amtsübergabe Verteidigungsministerium
Amtsübergabe VerteidigungsministeriumAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Österreichischer und europäischer Grenzschutz zählen zu den Schwerpunkten des neuen Verteidigungsministers Kunasek.

Der scheidende Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) hat als einziger Minister am Montag sein Amt feierlich an Nachfolger Mario Kunasek (FPÖ) übergeben. Im Carl Szokoll-Hof der Rossauer Kaserne wurde ein traditioneller Festakt mit Militärmusik abgehalten. Kunasek nannte bei seiner Antrittsrede erste Schwerpunkte für seine Ministertätigkeit: unter anderem den österreichischen sowie den europäischen Grenzschutz, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen beim Bundesheer, Investitionen und Ausbildung der Soldaten als wichtige Vorhaben.

Die Flüchtlingskrise im Jahr 2015 habe gezeigt, wie schnell die Republik an die Grenzen ihrer Belastbarkeit kommen könne. Damals habe sich gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Heer für ein Leben in Frieden und Sicherheit für Österreich sei. Das Bundesheer werde daher selbstverständlich den Assistenzeinsatz an der Grenze so lange fortführen, wie es notwendig sei. Das Militär könne aber nicht die Exekutive ersetzten, so Kunasek. Er kündigte weiters an, dass sich das österreichische Bundesheer auch an der Sicherung der europäischen Außengrenzen beteiligen werde.

Miliz soll wieder "beübt" werden

Als weiteres wichtiges Anliegen nannte der neue Minister die Stärkung der Miliz, die wieder "beübt" und einsatzfähig gemacht werden solle. Für die Grundwehrdiener kündigte er Verbesserungen bei der Ausbildung an. Als Unteroffizier sei es auch wenig überraschend, dass ihm die Unteroffiziere besonders am Herzen liegen, so Kunasek weiter. Er lud die Soldaten ein, "mit mir ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen" und ihm die Hand auszustrecken.

Kunasek bedankte sich bei seinem Vorgänger Doskozil für die "ordentliche Übergabe". Das sei nicht selbstverständlich. Er lobte seinen Vorgänger dafür, dass er "wichtige und richtige Schritte für das Bundesheer gesetzt" habe und bezeichnete es als "Freude und Ehre" dieses Amt ausüben zu dürfen. Er sei sich der "großen Verantwortung bewusst".

Doskozil, der mit dem Hans-Peter Doskozil-Marsch verabschiedet wurde, bezeichnete seine Amtszeit als "die zwei schönsten Jahre meiner beruflichen Laufbahn". Er wünschte Kunasek alles Gute und übergab ihm den Schlüssel des Hauses.

(APA)