Portugal ist Image des Risikoschuldners los

In Portugal geht es wieder bergauf – vor allem, was das Standing auf den internationalen Finanzmärkten betrifft.
In Portugal geht es wieder bergauf – vor allem, was das Standing auf den internationalen Finanzmärkten betrifft. (c) APA/AFP/PATRICIA DE MELO MOREIRA
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Eine einzige Ratingverbesserung führt den Krisenstaat in den Kreis der sicheren Schuldner zurück. Aber die Erholung bleibt fragil.

Wien. Ein kleiner Schritt für die Ratingagentur Fitch, ein großer Schritt für Portugal: Die Ratingagentur hat ihre Note für den früheren Krisenstaat am späten Freitagabend um zwei Stufen hinaufgeschraubt, von „Ramsch“ deutlich hinein in den Bereich von „Investment Grade“. Was wie eine kleine Randnotiz klingt, ist tatsächlich ein wichtiger Wendepunkt für das Zehn-Millionen-Land. Schon im September hat Standard & Poor's seine Bewertung verbessert. Und da nun zwei der drei großen Ratingagenturen Portugal nach sechs dunklen Jahren von seinem Junkimage befreit haben, ist es damit wieder in den erlauchten Kreis der allseits geachteten Schulder aufgenommen.

Was konkret heißt: Seine Schuldtitel werden in die üblichen Indizes für Staatsanleihen ohne großes Risiko eingerechnet. Damit legen deutlich mehr Investoren ihr Geld wieder in diesen Papieren an. Durch die steigende Nachfrage sinkt die Zinslast. Einen Vorgeschmack dafür gab es am Montag: Die Renditen der portugiesischen Bonds gingen auf ein Zwei-Jahrestief zurück und liegen nun sogar unter jenen von Italien.

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