Kinderzeitung

Für jeden eine tragende Rolle

Drehen sollte man immer im Querformat, sagt der Experte.
Drehen sollte man immer im Querformat, sagt der Experte.Retales Botijero / Westend61 / picturedesk.com

Wenn zu Weihnachten die ganze Familie zusammenkommt, lassen sich die besten Videoclips drehen.

Bist du auch schon gespannt auf den Christbaum und die Geschenke? Neben viel Freude und Aufregung stehen in der Weihnachtszeit aber manchmal auch lange Verwandtenbesuche vor der Tür. Die Großen essen, trinken und reden endlos – und die Kinder sollen möglichst wenig auffallen. Wie wäre es, die Zeit für etwas Kreatives zu nutzen? Etwa für einen lustigen, spannenden, originellen Videoclip? Das einzige, was du dazu brauchst, ist ein Handy – und all deine Geschwister, Cousinen und Freunde. Bestimmt findet sich für jeden eine geeignete Rolle. Wir haben einen Experten gefragt, worauf bei der Produktion zu achten ist: Shervin Sardari (www.sardari.at) gestaltet Videocontent für „Die Presse“. Hier sind seine Tipps:

► Querformat statt Hochformat. Unsere Augen schauen von links nach rechts, alle Kinofilme sind im Querformat gedreht – wieso also hochkant filmen? Lieber das Handy drehen und dem Video einen Filmlook verpassen. Das Endergebnis sieht so wesentlich besser aus.

► Der gute Ton. Viele denken, die Bildqualität sei das Wichtigste an einem Video – dabei ist meist der Ton entscheidend. Über eine zu dunkle Kameraeinstellung können wir schnell einmal hinwegsehen. Wenn aber der Ton rauscht, zu laut oder zu leise ist, sind wir viel eher dazu verleitet, wegzuklicken. Daher: Nimm deine Videos lieber an einem ruhigen Ort auf. Windgeräusche klingen am Handy viel lauter, als sie wirklich sind, aber auch Straßengeräusche sind störend. Wenn du die Möglichkeit hast, nutze ein externes Mikrofon und Kopfhörer, um die Lautstärke zu überwachen.

► Storytelling. Jede gute Geschichte handelt von einem Helden, der Hindernisse überwinden muss, um ein wichtiges Ziel zu erreichen. Zum Beispiel „Findet Nemo“: Papa Merlin will seinen Sohn Nemo retten, wird aber zunächst von zahlreichen Meeresbewohnern daran gehindert. Überlege dir, wer in deiner Geschichte der Held ist, was sein Ziel ist und welches Hindernis er überwinden muss, um sein Ziel zu erreichen.

► Nimm dir Zeit für den Videoschnitt. Hier kannst du dich kreativ austoben: Schneide unterschiedliche Kameraeinstellungen aufeinander, bestimme das Tempo der Geschichte, ändere die Reihenfolge der Erzählung oder füge eine Hintergrundmusik für dein Video ein. Viele Computer haben bereits kostenlose Schnittprogramme vorinstalliert, zum Beispiel Windows Movie Maker oder Apple iMovie.

► Mach es fertig. Viele Projekte bleiben unabgeschlossen, weil man die Lust verliert oder unsicher ist, wie ein Video enden soll. Versuch lieber das Projekt abzuschließen, auch wenn du nicht ganz zufrieden bist mit dem Ergebnis. So sammelst du Erfahrung und wirst von Mal zu Mal besser.

Wusstest du schon, dass . . .

. . . sich etwa das liebevoll gestaltete Buch „Asagan – neue Geschichten aus Wien“ als Drehbuch für lustige Kurzfilme verwenden lässt? Hier wird etwa die Geschichte von der Fiaker-Lilli oder den Donaupiraten erzählt. Mit alten Originalstichen. Last-Minute-Geschenktipp!

 


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