Keine Änderung an der Spitze der Hypo-, äh, Hyper-Charts: Auch diese Woche halten „The Greedy Investors“ mit ihrem „Ich hab noch einen Koffer beim Berlin“ unangefochten die Nummer eins.
Dass die Industriellenvereinigung diesen Heuler als Warteschleifenmusik in ihre Telefonanlage einspielt, stimmt aber nicht: Die PR-Abteilung hat Bedenken.
Leicht zurückgefallen dagegen U. W. Cash (in der Russenszene neuerdings als „Ten Percent“ unterwegs), dessen Coverversion von „Tango Korrupti“ zu schwächeln beginnt. Das Gerücht, Cash werde demnächst den „Karlau Prison Blues“, ein Auftragswerk seines Sponsors R.A.S.-Interunfall, einspielen, ist schon überholt: Die Versicherung hat den Kompositionsauftrag storniert.
Nicht geschafft haben es wieder einmal der farblose Schmalztroubadour José Martinez („Black is Black, I Want My Reputation Back“) und der Buena Vista Socialist Club, dessen Medley aus „Mackie Messer“ und „Where Have All the Voters Gone“ völlig floppt. ju
("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.01.2010)