Wiener Börse am Abend: Schwacher Wochenausklang

Belastet von einer eingetrübten Stimmung an den Börsen in New York und Asien haben die europäischen Aktienmärkte deutlich tiefer geschlossen. Der ATX verliert auf Wochensicht vier Prozent.

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei gutem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 25,35 Punkte oder 0,97 Prozent auf 2581,01 Einheiten. 

Belastet von einer eingetrübten Stimmung an den Börsen in New York und Asien haben die europäischen Aktienmärkte deutlich tiefer geschlossen. Auch der Wiener Aktienmarkt hat die Verluste im Verlauf kontinuierlich ausgebaut und hat auf Wochensicht ein Minus von vier Prozent erlitten.

Händler verwiesen als Belastungsfaktor auf die Initiative des US-Präsidenten Barack Obama, der den US-Banken Spekulationsgeschäfte zur eigenen Gewinnmaximierung verbieten will. Obwohl eine Zustimmung durch den Kongress noch fragwürdig ist, hat der Vorstoß aus dem Weißen Haus zu Unsicherheiten an den Finanzmärkten geführt, hieß es aus dem Handel.

Bankenwerte standen europaweit im Blickpunkt, Wertpapiere großer Banken markierten das untere Ende des paneuropäischen Euro-Stoxx-50. Auch bei den heimischen Bankenwerten ging es nach unten, wenn auch im europäischen Vergleich moderat. Raiffeisen International verloren 0,20 Prozent auf 39,20 Euro und Erste Group büßten 1,22 Prozent auf 28,45 Euro ein.

Als einer des stärksten Werte im prime market gewannen bwin 3,19 Prozent auf 48,50 Euro. Die Spekulationen um einen möglichen Zusammenschluss des Online-Sportwettenanbieter mit der britischen PartyGaming werden lauter. bwin-Aufsichtsratschef Hannes Androsch bestätigte die Verhandlungen.

Abwärts ging es hingegen mit den Aktien von Zumtobel, die um 1,55 Prozent auf 14,57 Euro verloren. Der Vorarlberger Lichtkonzern steigt ins Geschäft mit LED-Lampen ein. Der Vertrieb wird über die neu gegründete Tochtergesellschaft "LEDON Lamp GmbH" mit Sitz in Dornbirn abgewickelt, hieß es.

In einem nachrichtenarmen Handel zählten die Papiere von Immofinanz und Immoeast nach dem deutlichen Vortagesminus zu den gesuchten Titeln. Immofinanz stiegen 1,64 Prozent auf 2,48 Euro und Immoeast gewannen 0,55 Prozent auf 3,65 Euro. Die Immofinanz rechnet mit einem raschen Vollzug der in dieser Woche von den Aktionären beschlossenen Verschmelzung mit der Immoeast. Die Fusion soll bis Ende Februar vollzogen sein.

(APA)

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