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Post-Verteilerzentrum Langenzersdorf vor dem Aus

ARCHIVBILD: SymbolbildPOST AG
SymbolbildAPA/ROBERT JAEGER
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Gegen das Projekt gab es von Beginn an Widerstand. Nun soll der Grundstücksverkauf der Gemeinde Korneuburg gescheitert und die Post bereits auf der Suche nach einem neuen Standort sein.

Das in Langenzersdorf (Bezirk Korneuburg) geplante Logistik-/Postverteilerzentrum steht vor dem Aus. Dem Vernehmen nach ist ein für das Projekt notwendiger Grundstücksverkauf der Gemeinde Korneuburg an die Post gescheitert, berichtet die Austria Presseagentur am Montagnachmittag. Die Post sei informiert und bereits auf der Suche nach einem neuen Standort.

Genaueres könne er nicht sagen, ließ der Korneuburger Stadtchef Christian Gepp (ÖVP) wissen. Nur, dass er "im Sinne des Miteinanders auch als Bürgermeister von Korneuburg die Interessen der Anrainer von Bisamberg und Langenzersdorf ernst nehmen möchte und werde".

Widerstand von Beginn an

Gegen das Projekt gab es von Beginn an Widerstand. Bereits im vergangenen Mai hatte eine Bürgerinitiative angekündigt, "mit allen rechtlichen Mitteln" gegen das geplante Post-Verteilerzentrum an der A22 (Donauuferautobahn) bei Korneuburg Ost kämpfen zu wollen. Post-Chef Georg Pölzl meinte damals, er sei "zu 99 Prozent sicher dass es kommt".

In der Folge schlugen SPÖ-Vertreter von Bisamberg, Langenzersdorf und Korneuburg eine Verlegung des von einer Bürgerinitiative heftig kritisierten Standortes vor. Der niederösterreichische Umweltanwalt Thomas Hansmann empfahl nach einer Prüfung eine Neuauflage der Widmung inklusive Strategischer Umweltprüfung (SUP). Auf letztere pochten dann auch die Gegner des Vorhabens.

Offener Brief an Mikl-Leitner

Erst vergangene Woche wandte sich die Bürgerinitiative "Nein zum Logistikzentrum Langenzersdorf" in einem Offenen Brief an Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Dabei wurde an die "Vorsitzende der NÖ Landesregierung" appelliert, dass sie ihrer "Verantwortung als objektives Regulativ und Entscheidungsgremium im Dienste der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher" in der Sache Logistikzentrum Langenzersdorf nachkomme.

(APA)