Für die erste Staatsanleihe Griechenlands in diesem Jahr dürfte es schon Anmeldungen über 16 Milliarden Euro geben. Dabei sinken die Risikoaufschläge für das Land mit dem chronisch hohen Defizit bereits wieder.
Hohe Nachfrage nach einer von Griechenland platzierten Anleihe hat den Euro am Montag angeschoben. Die Gemeinschaftswährung baute ihre Kursgewinne aus und stieg bis auf 1,4197 Dollar, nach 1,4131 Dollar im späten US-Geschäft der Vorwoche.
Bei der ersten Anleihe des finanziell angeschlagenen Mittelmeer-Anrainer in diesem Jahr liegen Bankkreisen zufolge bereits Kaufaufträge im Volumen von mehr als 16 Milliarden Euro vor. Die Verzinsung soll bei ungefähr 6,5 Prozent liegen.
Renditen sinken wieder
Doch die Risikoaufschläge auf die Verzinsung griechischer Staatsanleihen (Spreads) gingen im Vergleich zur entsprechenden deutschen Bundesanleihe auf 2,9 Prozentpunkte zurück. Am Freitag waren sie zeitweise auf ein Rekordhoch von 3,18 Prozentpunkten gestiegen.
"Die Leute gehen davon aus, dass die Emission gut verlaufen wird", sagte ein Händler an der Frankfurter Börse. Davon profitierten auch die Bonds anderer Staaten, um deren finanzielle Stabilität in den vergangenen Wochen spekuliert worden war. Die Renditeaufschläge der portugiesischen und spanischen Anleihen gingen ebenfalls zurück.
(Ag. )