Forscher arbeiten an schadstoffarmen Textilien

Wer im Winter in der Natur ist, will nicht nur nicht frieren: Die Kleidung soll auch Feuchtigkeit und Schmutz abweisen.
Wer im Winter in der Natur ist, will nicht nur nicht frieren: Die Kleidung soll auch Feuchtigkeit und Schmutz abweisen. (c) imago/Xinhua (Bai Guolong)
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Chemie. Outdoorjacken sollen der Umwelt trotzen, ohne sie zu gefährden. Heimische Wissenschaftler entwickeln neue Beschichtungen. Sie sollen die von der Europäischen Union ab 2020 verbotenen langkettigen Fluorverbindungen ersetzen.

Wenn, wie jüngst vor der Küste Chinas, ein Tanker mit Zehntausenden Tonnen Öl zu kentern droht, scheint der Nutzen unbestritten. „Die Vision ist, in solchen Fällen ein Netz auszulegen, das Wasser durchlässt und zugleich Öl abweist und dieses damit einfängt“, erklärt Benjamin Naier von der Universität Innsbruck. Auf diese Weise sollen sich Naturkatastrophen weit besser verhindern lassen als bisher.

Das gelingt allerdings nur mit Beschichtungen, gegen die Umweltschutzorganisationen schon länger ankämpfen: Vor allem die langkettigen Fluorverbindungen, die etwa das Fett an Küchenpfannen abperlen lassen oder die Outdoorkleidung von Skifahrern vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen, sind enorm stabil und damit biologisch nicht abbaubar. Sie sollen bereits im Blut von Menschen und Tieren nachweisbar sein und können dort etwa Krebs auslösen. Die EU hat deren Verwendung daher bereits eingeschränkt, ab 2020 ist sie verboten.


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