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Burschenschafter-Ball: Demo-Verbot sorgt für Aufregung

Korporationsball: Demo-Verbot sorgt für Aufregung
(c) APA (Herbert P. Oczeret)
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Eine Demonstration gegen den Ball des Wiener Korporationsrings am Freitag wurde polizeilich untersagt. Grüne und linke Organisationen laufen Sturm: "Polizei dreht an der Eskalationsspirale".

Eine Gegendemonstration vor der Hofburg, die zum Ball des Wiener Korporationsrings am Freitag geplant war, ist am Mittwoch polizeilich untersagt worden. Linke Studentenorganisationen, die Österreichische Hochschülerschaft und die Grünen reagierten mit heftiger Kritik.

Grünen-Stadtrat David Ellensohn bezeichnete die Enscheidung als "unverständlich": "Während sich die extreme Rechte Europas in der Hofburg treffen darf, wird eine Gegendemonstration untersagt." Die Polizei stelle damit das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit infrage und drehe "an der Eskalationsspirale".

Ähnlich äußerten sich die Österreichische Hochschülerschaft, die Grünen und Alternativen Studenten und der VSSTÖ. Auch die Israelische Kultusgemeinde forderte in einer Aussendung, Proteste gegen den WKR-Ball zu erlauben. Die Bundespolizeidirektion untersagte die Demonstration wegen "Gefährdung der öffentlichen Sicherheit".

Protestmarsch soll trotz Verbots stattfinden

Das gegen den auftretende NoWKR-Bündnis will dem Demo-Verbot trotzen. Man rufe nach wie vor zu einem Treffen ab 18 Uhr am Europaplatz auf, sagte eine Sprecherin des Bündnisses am Mittwochabend. Über die Route der Demo wollte sie sich nicht äußern. Parallel dazu soll ebenfalls ab 18 Uhr ein Straßenfest im Sigmund-Freud-Park stattfinden.

Der Wiener Korporationsring ist eine Vereinigung von Burschenschaften. Mitglied ist unter anderem die Burschenschaft "Olympia", die vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) als rechtsextrem eingestuft wird.

(beba)