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Grazer Akademikerball: Gäste am Nachhauseweg attackiert

Polizei am Rande der Demo gegen den Grazer Akademikerball
Polizei am Rande der Demo gegen den Grazer AkademikerballAPA/ERWIN SCHERIAU
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Fünf Personen sollen in Graz nach dem Akademikerball in der Nacht auf Sonntag zwei Ballgäste angegriffen und einem von ihnen ins Gesciht geschlagen haben.

Am Heimweg vom Grazer Akademikerball sind in der Nacht auf Sonntag ein 45-jähriger Wiener und ein 49-jähriger Niederösterreicher attackiert worden. Laut Mitteilung der Landespolizeidirektion Steiermark erhielt der 45-Jährige einen Faustschlag ins Gesicht. Der Niederösterreicher kam ohne Verletzungen davon.

Die beiden Ballbesucher waren gegen 2 Uhr gemeinsam mit deren Begleitung im Grazer Bezirk Gries auf dem Weg ins Hotel, als sie laut ersten Angaben von fünf Unbekannten angegriffen wurden. Dabei soll der 45-jährige Wiener durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt worden sein. In den frühen Morgenstunden ließ er sich vom Roten Kreuz ins Krankenhaus bringen. Der 49-Jährige aus dem Bezirk Mistelbach konnte einem Schlag ausweichen und blieb - wie die weibliche Begleitung - unverletzt.

Die Unbekannten machten sich zu Fuß in Richtung Tegetthoffbrücke davon. Laut Angaben der beiden Ballgäste waren die insgesamt fünf Personen mit schwarzer Kleidung, Kapuzen und dunklen Schals (schwarz, grau und schwarz-weiß kariert) bekleidet. Die Fahndung verlief erfolglos, die Ermittlungen waren am Montag noch im Laufen.

400 bei Demo gegen Ball

Rund 400 Personen hatten laut Polizei zuvor an der Demonstration gegen den Akademikerball im Grazer Congress teilgenommen. Zum Protest gegen den Ball der Burschenschafter hat die „Offensive gegen Rechts Steiermark“ aufgerufen. Der Protest wandte sich auch gegen ein Treffen der Identitären in Graz und verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle.

Als „Abend in stilvollem Ambiente, an dem studentisches Brauchtum gelebt und hochgehalten wird“, wurde der Ball in den Prunksälen des Congress vom Komitee angepriesen. Aus der Sicht der Gegner biete die Veranstaltung eine „Plattform für Nationalismus, NS-Verherrlichung und Holocaust-Leugnung“. Die Polizei war mit mehreren Hundert Beamten im Einsatz, um den Zutritt zum Ball zu sichern (dazu wurde auch ein Platzverbot verhängt) und zugleich der Versammlungsfreiheit Platz zu geben.

(APA)