Der Mitgründer des weltgrößten Anleihen-Investors Pimco rät dazu, die Finger von britischen Staatsanleihen zu lassen. Er empfiehlt stattdessen deutsche Anleihen: "Das ist die sicherste Alternative".
Bill Gross, Mitgründer des weltgrößten Anleiheninvestors Pimco, rät Anlegern dazu die Finger von britischen Staatsanleihen zu lassen. Die britischen Papiere würden auf "einem Fundament aus Nitroglyzerin" beruhen, sagt Gross in einer aktuellen Einschätzung für seine Kunden. Das berichtet "Financial Times Deutschland".
Er begründet seine Empfehlung mit der hohen Staatsverschuldung Großbritanniens sowie dem Verlustrisiko im Falle einer weiteren Abwertung des britischen Pfunds. Als Alternative empfahl Gross bereits Anfang Jänner deutsche Staatsanleihen.
"Man geht jetzt nach Deutschland", zitierte ihn damals das "Handelsblatt". Seine Begründung: Wegen der grundgesetzlich verankerten Schuldenbremse, die die Regierung für 2016 zu einem nahezu ausgeglichenen Haushalt zwinge, sei die Fiskalpolitik in Deutschland konservativer als in den USA, Großbritannien und Japan.
Auch in seiner aktuellen Einschätzung empfiehlt er deutsche oder kanadische Staatsanleihen: "Deutschland ist die sicherste Alternative, die zudem am liquidesten gehandelt wird".
Großbritannien hat sich im Zuge der Finanzkrise und der damit einhergehenden Bankenrettungen so hoch verschuldet wie kein zweites Land in Europa. Das Defizit erreicht laut "Financial Times Deutschland" 13 Prozent des Bruttosozialprodukts. 1,3 Billionen britische Pfund mussten aufgewendet werden, um die Finanzindustrie zu stabilisieren.
(phu)