Quergeschrieben

Rollenwechsel sind schwer: Noch holpert es bei allen

Von der Regierung in die Opposition – und umgekehrt: Da muss man umlernen. Was eben noch alltägliche Routine war, funktioniert plötzlich nicht mehr.

Es dauert ja immer eine Weile, bis man sich in einer neuen Umgebung zurechtfindet. Das ist beim Jobwechsel so, bei Änderungen in der Familienkonstellation oder auch nach einem Wohnungsumzug. Man wacht nachts auf, und statt mit schlafwandlerischer Sicherheit den Weg ins Bad zu finden, ist man verwirrt und stößt sich ständig irgendwo die Zehen an.

Nicht anders geht es Politikern und Politikerinnen beim Wechsel von der Regierung in die Opposition und umgekehrt. Auch ihr Organismus ist noch gefangen in alten Ritualen. Doch was jahrelang quasi automatisch lief – die Alltagsorganisation, der Kommunikationsstil, der Tonfall –, passt plötzlich nicht mehr zur neue Rolle. Deswegen wirken Österreichs Politiker im Moment, als würden sie sich ständig an irgendeiner Ecke die Zehen anstoßen.

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