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Lauda: "Positiv, dass sich Kurz und Hofer verbal eingesetzt haben"

Niki Lauda und Niki sind nun wieder eine Einheit.
Niki Lauda und Niki sind nun wieder eine Einheit.REUTERS
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Der neue Niki-Eigentümer verneint in der "ZiB2", dass der Staat finanzielle Sicherheiten ins Spiel gebracht hätte. Die 15 Flugzeuge würden ab März fliegen, das sei fix verhandelt.

Niki Lauda räumte im Interview mit der "ZiB2" mit einigen Gerüchten zur Übernahme der Fluglinie Niki auf. Er betonte, dass er im März mit 15 Fliegern bereits den Betrieb aufnehmen werde können und mit dem Personal einen neuen Kollektivvertrag aushandeln wolle. Auch die Rolle der Politik bei dem überraschenden Deal erklärte Lauda simpel: Es habe keine Unterstützung im Hintergrund in Form von Bürgschaften oder Sicherheiten gegeben. "Positiv war, dass sich Kurz und Hofer verbal dafür eingesetzt haben, dass ihnen eine österreichische Airline in Österreich lieber ist, als eine spanische Airline in Österreich", so Lauda in der "ZiB2". Das sei es aber auch schon gewesen.

Er werde die Fluglinie, die nach der Insolvenz von Air Berlin zum Verkauf stand, alleine finanzieren - ohne Partner. Mit Hilfe des Reiseunternehmens Thomas Cook und dessen Fluglinie Condor werde er für die Auslastung seiner Flugzeuge sorgen, die unter dem Namen "Lauda motion" unterwegs sein werden.

Lufthansa-Garantie gab Ausschlag

Er habe das Nutzungsrecht über die 15 Flugzeuge mit der Lufthansa persönlich verhandelt. Das sei bei den Verhandlungen der springende Punkt gewesen, dass er fix zusagen konnte, im März zu starten. "Die Vueling konnte den Brief nicht vorlegen", so Lauda über die im österreichischen Insolvenzverfahren diesmal unterlegene spanische Fluglinie. Die Flugzeuge stünden jetzt schon am Flughafen, man brauche sie nur anstarten.

Lauda wehrte sich auch gegen Vorwürfe, er habe Niki in schlechtem Zustand an Air Berlin damals verkauft. Niki sei "immer profitabel" gewesen. Erst nach dem Verkauf sei es mit Niki bergab gegangen. Auch die Kollektivvertragsdiskussion gefällt dem Unternehmer Lauda "besonders". Air Berlin hätte damals seinen mit dem Personal ausverhandelten Kollektivvertrag nur geringfügig abgeändert. Nun würden nur wenige Piloten seines Wissens zu Eurowings wechseln, da die Bezahlung dort schlechter sei. Er werde sich den jetzigen Vertrag ansehen und neu verhandeln.

Mitarbeiterversammlung in Wien-Schwechat

Am Mittwochvormittag wird Lauda die Mitarbeiter in seine Pläne für die insolvente Fluglinie einweihen. Die Mitarbeiterversammlung am Flughafen Wien-Schwechat wird wegen des erwarteten Andrangs der insgesamt rund 1000 Beschäftigten in zwei Etappen abgehalten.

Beginn ist um 9 Uhr in einem Saal im Office Park 3, wie es zur APA hieß. Es handle sich um eine interne Veranstaltung, wurde weiters betont. In Deutschland findet am Mittwoch indes eine Gläubigertagung beim insolventen Niki-Mutterkonzern Air Berlin statt.