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Dänemark geht gegen die Burka vor

Dänemark geht gegen die Burka vor (Symbolbild)
(c) EPA (Sam Stephenson)
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Die Vollverschleierung hat auch in Dänemark "keinen Platz". Ein Verbot wird es nicht geben, jedoch legt die Regierung Einschränkungen für Frauen mit Burka fest.

Nach Frankreich und Italien macht jetzt auch Dänemark seinen Widerstand gegen die Vollverschleierung muslimischer Frauen deutlich. "Für Burka und Nikab ist in der dänischen Gesellschaft kein Platz", erklärte die rechtsliberale Minderheitsregierung in Kopenhagen am Donnerstag. Die Regierung sei entschlossen, die mit dem Ganzkörperschleier verbundene Anschauung der Frau "zu bekämpfen".

Dänemark führt demnach kein Gesetz gegen Burka und Niqab ein, setzt aber darauf, dass Schulen, Behörden und Firmen so scharf wie möglich gegen die Vollverschleierung vorgehen. Lehrstätten wie Schulen und Universitäten etwa sollten verlangen, dass muslimische Frauen den Schleier lüften, damit ein "offener und fairer Unterricht" möglich sei.

"Schwerwiegende Folgen" für Frauen

Auch Behörden könnten darauf bestehen, dass eine Muslimin den Schleier hebe, "um ihre Reaktion zu sehen und ihre Glaubwürdigkeit einzuschätzen". Eine von der Regierung in Auftrag gegebene Untersuchung der Universität Kopenhagen hatte unlängst gezeigt, dass Burka und Niqab "schwerwiegende Folgen" für Frauen haben. Mit einem Ganzkörperschleier hätten Frauen schlechteren Zugang zu Bildung und Arbeit; der Schleier isoliere sie und halte sie in wirtschaftlicher Abhängigkeit vom Mann, stellten die Wissenschafter fest.

In Frankreich hatte ein parteiübergreifender Parlamentsausschuss am Dienstag eine Entschließung gefordert, um die Vollverschleierung muslimischer Frauen im ganzen Land zu verbieten. Unklar ist bisher, ob das Verbot auch gesetzlich festgeschrieben wird, wie es der Ausschuss mehrheitlich fordert.

(Ag.)