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Opernball: Neuer Choreograf, weniger FPÖ

Während die Tänzer des Wiener Staatsopernballetts schon fleißig ihren Auftritt proben, füllt sich auch die VIP-Liste der Ball-Logen. Nur die FPÖ macht sich rar.

Jahrelang hat Eno Peci selbst bei der Balletteinlage der Opernballeröffnung getanzt. Für das Fest am 8. Februar ist Peci zum ersten Mal für die Choreographie zuständig. "Wenn man als Tänzer selbst getanzt hat, kennt man auch die schwierigen Momente. Natürlich habe ich meinen eigenen Stil, aber die Choreographie sollte sich auch an den Tänzer anpassen", sagte er.

Opernballprobe des Wiener Staatsopernballetts
Opernballprobe des Wiener StaatsopernballettsAPA (GEORG HOCHMUTH)

Eine Opernball-Choreografie hat zwei Vorgaben. Erstens muss sie klassisch sein, zweitens muss der Nachwuchs gleichwertig in den Auftritt eingebunden sein. Heuer tanzen zuerst die Studenten der Ballettakademie die Polka "Feuerfest!" von Josef Strauß, dann folgt das Staatsballett mit dem Walzer "Mein Lebenslauf ist Lieb' und Lust". Als Solotänzer werden Olga Esina, Maria Yakovleva, Robert Gabdullin und Roman Lazik zu sehen sein. Entsprechend den Vorgaben will Peci versuchen, "mit meinem Stil die klassische Linie zu behalten, aber auch eine gewisse bewegliche Form zu geben".

Opernballprobe des Wiener Staatsopernballetts
Opernballprobe des Wiener StaatsopernballettsAPA (GEORG HOCHMUTH)

Für den Choreografen ist die Balletteinlage alljährlich eine Gratwanderung. Sie darf nicht so schwer sein, dass bei dem kurzen Auftritt vor einem Millionenpublikum ein Fehler passiert, sie muss aber dennoch anspruchsvoll sein. "Man wird ja von allen Seiten beobachtet", erklärte der gebürtige Albaner Peci. Auch für die Compagnie ist der Auftritt immer eine Herausforderung. "Die große Aufmerksamkeit des Publikums, die Kameras - man sieht alles. Man darf keinen einzigen Fehler machen. Ich bin jetzt schon nervös", sagte Esina.

Opernballprobe des Wiener Staatsopernballetts
Opernballprobe des Wiener StaatsopernballettsAPA (GEORG HOCHMUTH)

Van der Bellen führt Politiker-Riege an

Bundespräsident Alexander Van der Bellen führt das politische Aufgebot beim heurigen Opernball an. Ob er einen Gast in seine Loge mitbringt, stand am Freitag noch nicht fest. Ebenfalls nicht fix ist, ob Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) seinen Premieren-Auftritt beim Ball feiert. Abgesagt hat Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ), der zu Oppositionszeiten noch gerne Opernball-Gast war.

Überhaupt macht sich die FPÖ heuer eher rar. Angesagt war vorerst nur Außenministerin Karin Kneissl. Die ÖVP ist trotz Semesterferien zahlreich beim Ball vertreten. Zugesagt haben Kulturminister Gernot Blümel, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Finanzminister Hartwig Löger, Tourismus- und Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger sowie Staatssekretärin Karoline Edtstadler. Die Spitzen der Opposition lassen den Ball dagegen aus.

(APA)