Die Renaissance des Kaltblutpferds

Setzen sie sich wieder stärker durch? Norikerhengste beim Rangordnungskampf auf einer Tiroler Alm.
Setzen sie sich wieder stärker durch? Norikerhengste beim Rangordnungskampf auf einer Tiroler Alm.(c) Alessandra Sarti / imageBROKER / (Alessandra Sarti)
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Zucht. Die einst als Arbeitstiere unersetzlichen Kaltblüter waren einst schon Rarität. Nun wachsen die Bestände langsam wieder – und alte Rassen wie der in der Donaumonarchie weithin bekannte Murinsulaner werden nachgezüchtet.

Die Stadt Wien setzt in ihren Quellschutzgebieten im Rax- und Schneeberggebiet seit jeher Norikerpferde bei der Waldarbeit ein. In anderen, ökologisch sensiblen Regionen hat die Land- und Forstwirtschaft die trittsicheren, ruhigen Tiere in den vergangenen Jahren wiederentdeckt. „Man sieht Kaltblüter heute vermehrt als Arbeitspferde, aber auch bei Kutschenfahrten oder Brauereigespannen, etwa beim Münchner Oktoberfest“, sagt Gottfried Brem von der Vet-Med-Uni Wien. Solche Veranstaltungen würden helfen, die Rassen zu erhalten.

Der Genetiker hat mit einem 23-köpfigen Autorenteam auf mehr als 700 Seiten altes und neues Wissen zu den imposanten Tieren gesammelt und kürzlich als erstes derart umfassendes, wissenschaftlich fundiertes Sammelwerk im deutschsprachigen Raum präsentiert. „Neben den Lipizzanern wurde keine Pferderasse mit Bezug zu Österreich wissenschaftlich so vielfältig bearbeitet wie Kaltblutpferde und insbesondere der Noriker“, erzählt Brem. Erstere hat er bereits im Spiegel der Wissenschaft betrachtet, nun folgten die sanften Riesen.


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