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Österreich

Abwanderung aus dem Dorf: Stadt, Land, Landflucht

Im Vordergrund der alte Dorfkern, im Hintergrund das neue Werk. So sieht es in Munderfing (großes Bild) und Pfaffenschlag aus.
Im Vordergrund der alte Dorfkern, im Hintergrund das neue Werk. So sieht es in Munderfing aus.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Was braucht es, um die Abwanderung aus einem Dorf zu stoppen? Eine Autobahn, engagierte Amtsleiter, schnelles Internet? „Die Presse am Sonntag“ suchte und fand im Wald- und Innviertel Antworten.

Land zu verkaufen“ stand auf dem Schild, und in Munderfing dachte kaum noch einer, dass sich hier jemals ein Unternehmen ansiedeln würde. Der Gemeindeacker war eigentlich für die örtliche Baufirma bestimmt. Doch das Unternehmen ging pleite, statt zu expandieren. So stand der Innviertler Ort mit einem Betriebsgebiet ohne Betrieb da. „Land zu verkaufen“, las KTM-Chef Stefan Pierer. Sein KTM-Motorradwerk im benachbarten Mattighofen platze aus allen Nähten. Und so fügte sich vor mehr als eineinhalb Jahrzehnten das eine ins andere.

Frank Dumeier (rechtes Bild, l.) und Michael Trcka managen noch nicht ganz so lang ein Waldviertler Energie- unternehmen.
Frank Dumeier (rechtes Bild, l.) und Michael Trcka managen noch nicht ganz so lang ein Waldviertler Energie- unternehmen.(c) Die Presse (Clemens Fabry)

Im Waldviertel kämpfte die Gemeinde Pfaffenschlag verbissen darum, den Windkraftanlagenbauer WEB zu halten. Das Unternehmen überlegte abzuwandern – irgendwie ist es geblieben, schafft jedes Jahr Arbeitsplätze und sorgt dafür, dass kluge Köpfe nicht in die Stadt auspendeln müssen. Und das Beste daran, so meinen viele in Pfaffenschlag: „Bei uns steht nur die Firmenzentrale, die Windräder stehen woanders.“