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Wintersport

„Österreichs Sport? Keine Kultur und keine Strategie!“

Karl Stoss.
Karl Stoss.(c) APA/HERBERT PFARRHOFER (HERBERT PFARRHOFER)
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ÖOC-Präsident Karl Stoss beklagt Österreichs schwache Infrastruktur, dass kein Stadion internationale Standards erfülle, sei „eine Schande“. Der Wintersport überdecke zig Mankos, das Aufarbeiten des Sailer-Akts findet er falsch.

Sie sagten vor den Winterspielen in Sotschi 2014, Österreich sei keine Sportnation, habe auch keinerlei Sportkultur. Hat sich Ihre Meinung mittlerweile verändert?

Karl Stoss: Da sind wir leider nicht wirklich weitergekommen. Wir haben keine klaren Prioritäten, wohin Österreichs Sport eigentlich hin will. Zumindest ist ein Schritt gesetzt worden mit einer neuen Förderstruktur. Ich sehe es als erste Bereinigung, ob es der Weisheit letzter Schluss ist, bleibt abzuwarten. Was weiterhin fehlt, ist eine Strategie. Beim Wintersport fällt die Richtung fast vom Himmel, mit tollen Verbänden wie ÖSV oder ÖRV (Rodeln, Anm.). Das überdeckt aber vieles, und Mankos bemerkt man immer erst im Sommer. Man muss den Leistungswillen formulieren, was wollen wir erreichen? Was sind wir bereit zu investieren, was erwarten wir uns davon? Wieso schaffen es Nachbarländer wie die Schweiz und die Slowakei – aber wir nicht?