Gläubiger aus 119 Ländern haben zusammen rund 40 Milliarden Euro offener Forderungen gegen die zusammengebrochene isländische Kaupthing-Bank. Die Sparer aus Österreich haben ihr Geld aber schon wieder.
Gläubiger aus 119 Ländern haben Forderungen gegen die im Oktober 2008 zusammengebrochene isländische Großbank Kaupthing geltend gemacht. Wie das Abwicklungskomitee der Bank bekanntgegeben hat, summieren sich die innerhalb der Anmeldefrist in Reykjavik eingegangenen Ansprüche auf 7,3 Trillionen Kronen. Das sind umgerechnet gut 40 Milliarden Euro, nach derzeitigem Wechselkurs mehr als das Vierfache des isländischen Bruttoinlandsprodukts (BIP).
1,4 Millionen Euro Gehaltsforderung
Vertreten ist auf der Gläubigerliste nach Zeitungsberichten auch der frühere Vorstandsvorsitzende der Kaupthing-Bank. Er mache Ansprüche von 1,4 Millionen Euro geltend, weil ihm Gehaltszahlungen vorenthalten worden seien.
Die rund 200 bis 300 österreichischen Sparer, die ihr Geld bei der Direkt-Bank Kaupthing Edge hatten, haben ihr Geld bereits im Herbst 2008 zurückbekommen. Früheren Angaben zufolge handelte es sich dabei um Spareinlagen von rund drei Millionen Euro.
(Ag. )