Brexit kostet Wachstum

(c) REUTERS (TOBY MELVILLE)
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Eine geheime Regierungsstudie zeigt die Folgen des EU-Austritts.

London. Bisher hatte die britische Regierung alle Behauptungen, der EU-Austritt werde die Wirtschaft Großbritanniens belasten, stets als Schreckgespenst zurückgewiesen. Doch eine geheim gehaltene Studie des Ministeriums für den EU-Austritt, die dem Nachrichtenportal Buzzfeed zugespielt wurde, bestätigt die Befürchtungen: Unabhängig davon, auf welchen Deal sich London und Brüssel schlussendlich einigen, wird der Brexit Wachstum kosten.

In der mit Jänner 2018 datierten Studie werden die Folgen von drei Brexit-Optionen durchgerechnet: eines „harten“ EU-Austritts samt Rückkehr zu den Regeln der Welthandelsorganisation WTO, eines Handelsabkommens nach dem Vorbild EU/Kanada sowie einer fortgesetzten Anbindung an den EU-Binnenmarkt. Je nach Szenario wird das britische BIP in 15 Jahren zwischen zwei Prozent (Variante Binnenmarkt) und acht Prozent (Variante WTO) kleiner sein als ohne den Brexit. (ag.)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.01.2018)

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