NS-Liederbuch: Liste Pilz fordert Rückzahlung der Staatsförderung

Die umstrittene Burschenschaft "Germania".
Die umstrittene Burschenschaft "Germania".(c) APA (Barbara Gindl)

Die Liste Pilz fordert eine Rückzahlung der Staatsförderungen für den "Österreichischen Pennäler Ring". Im Nationalrat wird ein diesbezüglicher Entschließungsantrag eingebracht.

Die Liste Pilz fordert wegen der NS-Liederbuch-Affäre eine Rückzahlung der Staatsförderungen für den "Österreichischen Pennäler Ring" (ÖPR). Der ÖPR bekommt laut Förderbericht jährlich 14.500 Euro, wie "Die Presse" exklusiv [premium] berichtet hatte.

Der Justiz- und Verfassungssprecher der Liste Pilz, Alfred Noll, kritisierte nicht nur die antisemitischen und nationalsozialistischen Texte, sondern auch, dass bei Burschenschaften Mensur gefochten wird und sie Frauen ausschließen, obwohl die Verfassung die Gleichberechtigung von Mann und Frau normiert.

Er forderte zudem, dass der ÖPR sofort aus dem Bundesjugendring, dem offiziellen Jugenddachverband der Republik, ausgeschlossen wird.

Die Liste Pilz bringt ihre Forderungen heute in einem Entschließungsantrag im Nationalrat ein. "Es wird sich zeigen, welche Parteien Naziparolen und primitiver Gewaltverherrlichung tatsächlich einen Riegel vorschieben wollen", so Noll.