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Quergeschrieben

Warum Österreich attraktivere Politiker als Deutschland hat

Im Fußball mag uns der große Nachbar deutlich überlegen sein. Bei der Qualität des politischen Spitzenpersonals ist es derzeit eher umgekehrt.

Für das Nachrichtenmagazin „Profil“ ist Sebastian Kurz „einer der besten Politiker Europas“. Gemessen daran, dass Schwarz-Blau für dieses Magazin einst „Die Schande Europas“ war, tönt es nun ein bisschen nach „Basti, ich will ein Kind von dir“-Schwärmerei, ist aber im Kern richtig. Auch nach den ersten Wochen im Amt macht der neue Bundeskanzler einen guten Eindruck. Sein Handling der ersten Krise beim Koalitionspartner ist durchaus professionell.

Das wird besonders gut sichtbar im Vergleich mit seiner deutschen Regierungskollegin, die gerade mit letzter Kraft die Betonplatten der Großen Koalition über Deutschland zusammenzuschieben versucht, um noch ein paar letzte Jahre weitermerkeln zu können – bar jedes Gestaltungswillens außer jenem, im Amt verbleiben zu können. Für „eine der besten Politikerinnen Europas“ hält Merkel kein Mensch mehr, was von ihr bleiben wird, ist eine der wirkmächtigsten Fehlentscheidungen (Herbst 2015), die je ein deutscher Bundeskanzler zu verantworten hatte.