Montanuni schließt Burschenschafter von Feierlichkeiten aus

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Nach Vorwürfen der steirischen Jungsozialisten, dass die Burschenschaft Leder mit NS-Gedankengut durchsetzt sei, fordert die Uni Aufklärung.

Die Montanuni Leoben schließt alle Mitglieder der Burschenschaft Leder bis auf Weiteres von allen akademischen Feiern aus. Das hat das Rektorat bekannt gegeben. „Alle Formen der Verherrlichung, Anerkennung oder Verbreitung von rassistischem, diskriminierendem und nationalsozialistischem Gedankengut haben auf unserer Universität keinen Platz“, heißt es in einer Aussendung.

Der Hintergrund sind Vorwürfe der steirischen Jungsozialisten gegen die Burschenschaft. Es geht laut ORF.at um einen homosexuellenfeindlichen Flyer, von dessen Sujet sich die Burschenschaft mittlerweile distanziert hat. Außerdem um Postings des Schriftführeres, ehemaliger FPÖ-Gemeinderat. Er teile auf Facebook regelmäßig Beiträge der Seiten „Ritterkreuz and the Ritterkreuzträger Wehrmacht“ oder „Die Deutsche Luftwaffe“.

„Es liegt nahe, dass diese Burschenschaft mit nationalsozialistischem Gedankengut durchsetzt ist“, sagt Peter Drechsler, Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Steiermark und Gemeinderat in Leoben demnach in einer Aussendung. „Der braune Sumpf der Burschenschaften muss österreichweit durchleuchtet und trockengelegt werden.“

Montanuni fordert Stellungnahme

Die Montanuni fordert die Burschenschaft auf, unverzüglich zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen, sich zu distanzieren und falls die Vorwürfe zutreffen, unverzüglich personelle Konsequenzen zu ziehen. „Bis zu einer befriedigenden Reaktion Ihrerseits bleiben sämtliche Mitglieder der Burschenschaft Leder von allen akademischen Feierlichkeiten ausgeschlossen.“

>>> Zum Bericht auf ORF.at

(red.)

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