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Michael Ludwigs Spagat zwischen Rache und Vernunft

EHRENBUeRGER-URKUNDE AN HEINZ FISCHER: LUDWIG/BRAUNER/HAeUPL
Ludwig (links) und Brauner kämpften in zwei unterschiedlichen Lagern als es um die Nachfolge Häupls (re.) ging. Jetzt werden sie zusammenarbeiten müssen, um die Partei zu einenAPA/HERBERT PFARRHOFER
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Schieder-Anhänger packen schon. Ludwigs Personalumbau wird aber ein Balanceakt aus Revanche und Brückenschlagen sein müssen, will er die Fehler jener, die Faymann stürzten, vermeiden. Der Umbau in Wien bedeutet auch neue Kräfte in den Bundesgremien - nicht unbedingt zugunsten Christian Kerns.

„Ich weiß nicht ob die Stimmung schlechter wäre, wenn die FPÖ gerade in Wien die Wahl gewonnen hätte“, sagt ein Mitarbeiter eines Wiener Stadtratbüros, das dem Schieder-Lager zuzuordnen ist. Mitarbeiter packen schon Kartons, weil sie davon ausgehen, bald keinen Job mehr zu haben. Die Wunden und die Kränkung sind nach der Kampfabstimmung um die Parteiführung der Wiener SPÖ zwischen Klubobmann Andreas Schieder und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig groß. Für viele ist es, als hätten sie ihre politische Heimat verloren.