Wenn Thermalwasser heimischen Paradeisern einheizt

Das Glashaus ist so groß, dass die Mitarbeiter drinnen mit Fahrrädern fahren.
Das Glashaus ist so groß, dass die Mitarbeiter drinnen mit Fahrrädern fahren.(c) Katharina Fröschl-Roßboth
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Auf 17 Hektar pflanzt die Firma Frutura in Bad Blumau Paradeiser, Gurken und Paprika an. Dank Geothermiewärme, die aus heißen Quellen kommt, gibt es auch im Winter Paradeiser.

Es ist, wie so oft, eine Frage der Betrachtungsweise. Es gibt Menschen, die sich fragen, ob es überhaupt notwendig sei, dass wir im Winter klassisches Sommergemüse wie Paradeiser oder Gurken essen – und sich nach reiflicher Überlegung dafür entscheiden, darauf zu verzichten. Es gibt aber auch Menschen (und das dürfte die Mehrheit sein), die lieber auf das schlechte Gewissen verzichten, indem sie gar nicht so genau darüber nachdenken und hin und wieder einfach das kaufen, worauf sie gerade Gusto haben. Immerhin sind die hübschen roten Früchte ja schon da. Und man soll ja auch nicht so viel wegschmeißen.

Es gibt aber auch ein Dazwischen. Oder genauer gesagt Menschen, die sich damit beschäftigen, wie man diese zwei Sichtweisen zusammenbringen kann. Wie man es schafft, auch im Winter gute Paradeiser zu produzieren, bei denen man kein schlechtes Gewissen zu haben braucht. Manfred Hohensinner ist so ein Mensch. „Wissen Sie, ich bin eigentlich ein sehr einfach denkender Mensch“, sagt er. Er halte sich nicht gern mit Gewissensfragen auf, sondern lieber mit Tatsachen. „Kritiker sagen, was brauchen wir Tomaten im Winter. Aber der Tomatenkonsum ist in Österreich in den vergangenen zehn Jahren um 100 Prozent gestiegen. Und 80 Prozent der Tomaten werden importiert.“

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