"Coco" ist der große Gewinner bei den Zeichentrick-Preisen

Der D´ıa de los Muertos ist eine faszinierende Fusion der aztekischen mit der christlichen Kultur. Schade, dass Disney nichts an Authentizität liegt.
Der D´ıa de los Muertos ist eine faszinierende Fusion der aztekischen mit der christlichen Kultur. Schade, dass Disney nichts an Authentizität liegt.(c) Disney

Das Einkochen exotischer Kulturen beherrscht Disney perfekt. Mit elf Trophäen ist der Film über Mexikos Totenkult großer Gewinner der US-Animationspreise.

Der Zeichentrickfilm "Coco" ist mit elf Trophäen der große Gewinner bei den diesjährigen Annie-Awards-Animationspreisen. Der Disney-Film aus dem Hause Pixar über den Totenkult in Mexiko gewann in der Nacht zum Sonntag etwa in der Topsparte "Best Animated Feature" sowie für Regie und Effekte. "Coco" siegte bereits bei den Golden Globes und ist auch für einen Oscar nominiert.

"Wer Disney-Filme mag, dem wird auch dieser gefallen", schrieb die "Presse" in der Kritik zum Film. Allerdings auch, dass Pixar "nicht nur längst von Disney übernommen worden, sondern stilistisch völlig in diesem Konzern aufgegangen" sei. Und Disney würde "das Einkochen exotischer Kulturen perfekt beherrschen". Erzählt würde, was Disney "für wichtig, wirkungsvoll und vor allem für profitabel" halte.

Der Oscar als nächste Station?

Im Oscar-Rennen tritt "Coco" unter anderem gegen "The Breadwinner" an, der bei der Annie-Gala zum besten Independent-Film gekürt wurde. Die animierte Geschichte über ein Mädchen in Afghanistan wurde von Angelina Jolie mit produziert. Die Annie Awards für Film-, Fernseh- und Videospiel-Produktionen wurden in Los Angeles zum 45. Mal vergeben.

 

(Red./Ag.)

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