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USA: Milliarden-Sparprogramm und Weltraumtaxis

Barack Obama
(c) AP (Charles Dharapak)
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US-Präsident Obama will 20 Milliarden Dollar bis 2011 einsparen. Unter anderem soll die Raumfahrt an Privatunternehmen ausgelagert werden. Die NASA soll deren Dienste wie ein Taxi anmieten.

US-Präsident Barack Obama legt heute seinen Haushaltsplan für 2011 vor. Er sieht der "New York Times" zufolge Ausgaben von 3,8 Billionen Dollar (2,72 Billionen Euro) bei Einsparungen von 20 Milliarden Dollar (14,3 Milliarden Euro) gegenüber 2009 vor. Die Maßnahmen gelten als erster Schritt des Präsidenten zum Abbau des gigantischen US-Haushaltsdefizits, das im Vorjahr eine Rekordhöhe von 1,4 Billionen Dollar erreicht hat.

In der vergangenen Woche hatte Obama bekanntgegeben, dass er in seiner verbleibenden Amtszeit jährlich bestimmte Teile des Etats einfrieren will. Wie es weiter hieß, plant Obama konkret die Streichung des kostspieligen NASA-Programms für eine neue bemannte Mondmission. Die Raumfahrtbehörde soll stattdessen verstärkt in die Entwicklung kommerzieller Raumfahrzeuge für Reisen zur Internationalen Raumstation ISS investieren.

Private Raumschiffe als "Taxi" für NASA

Im neuen Haushaltsentwurf sollen mehrere Milliarden Dollar dafür vorgesehen sein, Anreize für private Unternehmen zu schaffen, Raumfahrzeuge zu bauen. Diese sollen der NASA gewissermaßen als "Taxi" dienen, um ihre Astronauten ins Weltall zu bringen. Dadurch könnten bei der NASA mehr Kapazitäten für die Forschung frei werden, heißt es. Kritiker äußerten Sicherheitsbedenken und fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen.

Wie berichtet, will US-Präsident Obama auch eine Verdreifachung der staatlichen Bürgschaften für neue Atomkraftwerke vorschlagen. Damit würden die USA 54 Milliarden Dollar (38,27 Milliarden Euro) in die Kernenergie investieren. Die Kraftwerke sollen laut Obama als saubere, umweltfreundliche Energie gelten. Dazu müsste der US-Kongress aber erst ein umstrittenes Klimaschutzgesetz billigen.

Wo nicht gespart wird, sind nach Medienangaben die Militärausgaben. Den US-Streitkräften soll sogar noch mehr Geld zur Verfügung gestellt werden. Kritiker bemängeln an Obamas Strategie, dass 20 Milliarden Dollar Einsparungen bei einem Defizit von 1,4 Billionen Dollar nicht genug seien. Wenn Obama nicht härter einspart, werden sich die USA auch in den nächsten Jahren noch weiter verschulden.

(Ag./Red.)

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