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"Verteidiger Europas": Protest gegen rechten Kongress in Linz geplant

Archivbild: Proteste in Linz
Archivbild: Proteste in LinzAPA/RUBRA
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Das Treffen "ist in Wirklichkeit ein Vernetzungstreffen von Rechtsextremen aller Couleur", warnt Bündnis-Sprecher Schöberl vor dem Kongress am 3. März.

Das Bündnis "Linz gegen Rechts" organisiert eine Kundgebung gegen den rechten Kongress "Verteidiger Europas" am 3. März in Aistersheim. Sie startet um 14 Uhr am Dorfplatz Aistersheim. "Was als harmloses Forum getarnt ist, ist in Wirklichkeit ein Vernetzungstreffen von Rechtsextremen aller Couleur", warnte Bündnis-Sprecher Raffael Schöberl am Mittwoch in einer Aussendung.

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) habe bei der Erstauflage des Kongresses sogar eine "neofaschistische Schlagseite" gesehen, so Schöberl. Die Burschenschaft Arminia Czernowitz, die als Mieterin der Räumlichkeiten im Wasserschloss Aistersheim auftrete, sei einer "der wichtigsten Akteure der rechtsextremen Szene in Oberösterreich", warnte seine Kollegin Nina Andree. Das Bündnis rufe daher "Menschen jeden Alters und aus allen Gesellschaftsschichten, Jugendliche und Familien dazu auf, sich am Protest gegen den rechtsextremen Kongress zu beteiligen".

"Zeit, in der wir tatenlos am Straßenrand stehen, ist zu Ende"

"Die Zeit, in der wir tatenlos am Straßenrand der Geschichte stehen geblieben sind und die gesellschaftliche Veränderung an uns vorbeiziehen haben lassen, ist zu Ende", heißt es auf der Website der Organisatoren, die sich als "Verteidiger Europas" bezeichnen. Im Anschluss an die Veranstaltung "sind alle Waffenstudenten und interessierten Freunde des studentischen Korporationswesens herzlich zu einem gemeinsamen Festkommers eingeladen.

Als Gast bei dem Kongress ist der Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio (FPÖ) angesagt. Bei der Erstauflage 2016 war der heutige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) als Redner aufgetreten, der Salzburger Weihbischof Andreas Laun hatte in letzter Minute sein Kommen abgesagt. Kritiker der Veranstaltung charakterisierten die Teilnehmer als Rechtsextreme und Verschwörungstheoretiker, oft mit Russland-Affinität. Laut Polizei 1.800 Personen demonstrierten damals dagegen.

(APA)