Dürre wird Gefahr für Irans Regime

Studenten machen Fotos am Urmiasee. Der Wasserpegel des größten Binnensees im Iran sinkt kontinuierlich aufgrund veränderter Klimabedingungen.
Studenten machen Fotos am Urmiasee. Der Wasserpegel des größten Binnensees im Iran sinkt kontinuierlich aufgrund veränderter Klimabedingungen.(c) Getty Images (Scott Peterson)

Umweltfiasko. 39 Jahre nach der Machtübernahme durch die schiitische Geistlichkeit kämpft die Islamische Republik mit Folgen des Klimawandels. Landflucht heizte schon die Revolte in Syrien an.

Teheran. In der Islamischen Republik gehörte er 1979 zu den Männern der ersten Stunde. 39 Jahre später geht Mehdi Karroubi mit dem politischen Lebensprojekt seiner Generation in einer Schärfe ins Gericht wie niemand zuvor aus dem Kreis der Staatsväter. „Armut und Arbeitslosigkeit plagen die Nation, die Islamische Republik wird sich in ein Pulverfass verwandeln“, schrieb der 80-Jährige vier Wochen nach den landesweiten Unruhen mit 25 Toten und knapp 4000 Verhafteten in einem offenen Brief an Revolutionsführer Ali Khamenei.