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Biathlet Eberhard verpasst Bronze um 0,7 Sekunden

BIATHLON-OLY-2018-PYEONGCHANG
APA/AFP/FRANCOIS-XAVIER MARIT
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Knapper geht es nicht: Julian Eberhard fehlen im 10-km-Sprint 0,7 Sekunden auf Edelmetall. Den Sieg sichert sich der Deutsche Arnd Pfeiffer.

Alpensia. Biathlet Julian Eberhard hat die Sprint-Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang als Vierter nur knapp verpasst. Dem Salzburger fehlten am Sonntag über 10 Kilometer nach einer Strafrunde und einem Stockbruch nur 0,7 Sekunden auf den drittplatzierten Südtiroler Dominik Windisch. Gold ging einen Tag nach dem Triumph seiner Landsfrau Laura Dahlmeier an den Deutschen Arnd Pfeiffer.

Der Weltmeister von 2011 gewann bei schwierigen Windbedingungen ohne Fehlschuss 4,4 Sekunden vor dem tschechischen Überraschungsmann Michal Krcmar. Die Saisondominatoren Martin Fourcade und Johannes Thingnes Bö schossen sich dagegen überraschend aus dem Medaillenrennen. Der Franzose landete mit drei verfehlten Scheiben auf Rang acht. Der Norweger musste sich nach vier Strafrunden mit Rang 31 zufriedengeben.

Während sich Eberhard eine sehr gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Montag schuf, landete die anderen Österreicher im geschlagenen Feld. Dominik Landertinger (25.) und Simon Eder (28.) müssen rund eine Minute aufholen. Tobias Eberhard verpasste als 77. sogar die Qualifikation für das Jagdrennen.

Stockbruch, "leider"!

Sein jüngerer Bruder lieferte am Schauplatz seines bisher letzten Weltcupsieges im Vorjahr hingegen ein hervorragendes Rennen ab. Ein Fehlschuss beim Stehendanschlag, ein Stockbruch auf der zweiten Runde und ein unerklärlicher Zeitverlust in der Schlussphase kosteten aber das ersehnte Edelmetall. „Ich bin ganz klar gestartet, um heute den Sieg zu holen. Jetzt fehlen mir acht Sekunden, das ist ganz bitter. Vor allem, wenn man sieht, vor der Abfahrt, 500 Meter vor Ziel, war ich klar Zweiter. Es ist sich leider nicht ausgegangen“, meinte der Saalfeldener.

Bedauerlich sei vor allem der Fehler am Schießstand. „Ich habe einen Fehler geschossen, den hätte ich nicht gebraucht, sonst wäre es sich leicht ausgegangen“, so Eberhard, der sich im Vergleich zu vielen Saisonrennen am Schießplatz trotz schwieriger Verhältnisse aber sehr gut machte. „Ich habe meine Leistung heute gebracht. Neun Treffer bei dem Wind sind eine gute Leistung. Ich glaube, es waren ganz faire Verhältnisse. Ganz schlüssig ist es sowieso nicht, weil der Wind eine große Rolle spielt.“

Auch der Stockbruch sei ein Detail, das möglicherweise den ganz großen Coup verhindert habe. „Der Wind hat mir den Stock zwischen die Beine geweht, ich habe ihn mir mit dem eigenen Ski abgetreten, aber wir haben schnell reagiert. Ich bin 200, 300 Meter ohne Stock gelaufen - das sind die Einzelzeiten, die sich für Gold ausgehen müssen.“
Erfreulich seien hingegen seine gute Laufform und die Aussicht auf die nächsten Rennen. „Wichtig ist, dass ich mich körperlich sehr, sehr gut fühle. Olympische Spiele dauern 14 Tage, deswegen: Kopf wieder nach oben und die nächste Chance nützen.“

Qualifikation der besten 60 für das Jagdrennen.