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Mayer: "IOC-Vizepräsident ist Hitlers letzter General"

Walter Mayer
(c) EPA (Barbara Gindl)
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In einem Interview mit der "Sportwoche" feuert der umstrittene Ex-Langlauf-Coach Walter Mayer eine verbale Breitseite gegen das IOC ab. Zudem droht er damit, in Vancouver aufzutauchen.

Ex ÖSV-Langlauf-Trainer Walter Mayer provoziert weiter. In der neuesten Ausgabe der "Sportwoche" posiert Mayer provokant mit einem Olympia-Maskottchen auf dem Cover und schließt eine Reise nach Vancouver dank privater Sponsoren nicht aus. Wegen des größten Doping-Skandals in Turin sowie Verstößen gegen das Gesetz wurde der 52-Jährige zur Persona non grata erklärt.

Im "Sportwoche"-Interview antwortete er auf die Frage, wo er vier Jahre nach dem Doping-Skandal in Turin diesmal auftauchen werde: "Womöglich dort, wo man mich am wenigsten erwartet - in Vancouver. Ich bin zwar aufs Existenzminimum gepfändet, aber es gibt ein paar Österreicher, die hinter mir stehen, die mir diese Reise finanzieren würden. Diese sind von der Scheinheiligkeit des IOC genauso angewidert wie ich. Es ist ihnen zwar gelungen, unser gesamtes Langlaufteam aus dem Verkehr zu ziehen, aber bei mir schaffen sie das nicht", so Mayer und fügte hinzu :"Nicht mal IOC-Vize Thomas Bach, der in Turin die Fäden zog - für mich ohnehin Hitlers letzter General."

In einer Reise zu Olympia nach Kanada sieht Mayer kein Problem. "Auch das IOC muss sich an Gesetze halten. Ich kann als Tourist nach Vancouver fahren, so wie ich nach Turin fahren konnte. Ich wäre allerdings nicht gefahren, hätte ich gewusst, dass die so deppert sind." Gefragt, wer genau "deppert" sei, präzisierte Mayer: "Das IOC, aber auch unsere Athleten. Ich habe vor Turin mehr als nur einmal gesagt: Die haben die Möglichkeit für Razzien. Und wenn sie sie einsetzen, dann sicher bei uns. Für das IOC wäre es die totale Blamage gewesen, leider haben ihnen einige Sportler den Gefallen getan, irgendein Graffelwerk mitzunehmen."

(APA/Red.)